der Fromme
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Hans Part: Babenberger Stammbaun (Ausschnitt) 1489 - 92, in der Stiftsgalerie
Klosterneuburg
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Leopold, Sohn des Markgrafen Leopold II. aus dem Geschlecht der Babenberger, wurde in Melk von Bischof Altmann von Passau erzogen. Er übernahm nach dem Tod seines Vaters 1095 die Markgrafschaft Österreich bis zu seinem eigenen Tod. Zunächst Anhänger Heinrichs IV., wechselte Leopold 1105 auf die Seite Heinrichs V. und heiratete dessen Schwester Agnes. Von ihren 17 Kindern * wurden zwei Bischöfe, darunter Otto von Freising. Große Besitzungen fielen als Erbschaft oder durch Heiraten an den Markgrafen, so auch die Gegend um Wien.
Leopold hielt sich weitgehend aus den großen politischen Auseinandersetzungen heraus und befriedete und erweiterte sein Territorium nicht zuletzt durch eine wohl durchdachte Heiratspolitik. Im Investiturstreit stellte er sich gegen den Kaiser auf die Seite des Papstes und unterstellte diesem das Stift in Melk. Er gründete das Chorherrenstift Klosterneuburg, das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz und wohl auch das Benediktinerkloster (Klein-) Mariazell im Wienerwald. Leopold gilt vielfach als der Begründer der Größe Österreichs.
Leopold starb nach einem Jagdunfall, er wurde in seiner Stiftung in Klosterneuburg beigesetzt.
Kanonisation:
Leopold wurde 1485 durch Papst Innozenz VIII. heilig gesprochen, 1663 wurde er
zum Landespatron von Österreich ernannt.
Attribute:
Herzogshut, Banner mit dem österreichischen Wappen, Kirchenmodell
Patron
von Österreich, Nieder- und Oberösterreich, von Wien
Bauernregel:
Der Heilige Leopold / ist dem Altweibersommer hold.
* Leopolds erster Sohn wurde wohl außerhalb dieser Ehe geboren und wurde deshalb auch nicht sein Nachfolger.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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