Ökumenisches Heiligenlexikon

Margareta von Ungarn

Gedenktag katholisch: 18. Januar
     gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
     Fest im weiblichen Zweig des Dominikanerordens
Name bedeutet: die Perle (griech.)
Nonne
* 1242 (?) auf Burg Klissza, heute Klis bei Split in Kroatien
† 1270 in Budapest in Ungarn
Kartenskizze

Margareta, Tochter von König Béla IV. von Ungarn und der Maria Laskaris und damit Nichte von Elisabeth von Thüringen, wurde noch vor ihrer Geburt von ihrem Vater für die Befreiung Ungarns von den Tataren dem geistlichen Stand versprochen und dann im Alter von dreieinhalb Jahren in das Dominikanerinnenkloster von Veszprem gebracht. 1252 kam sie in das von ihrem Vater gegründete Dominikanerinnenkloster auf der Haseninsel - der heute nach ihr benannten Margareteninsel - in Budapest und legte 1254 die Gelübde ab. Weil sie Jungfräulichkeit gelobt hatte, schlug sie - trotz päpstlichem Dispens - die ihr angetragene Vermählung mit Herzog Boleslaw dem Freigiebigen und anderen Fürsten aus. Sie legte sich schwerste Bußübungen auf und pflegte Kranke.

Margaretas Grab wurde bereits kurz nach ihrem Tod Ziel von Pilgern.

Kanonisation: Bereits sechs Jahre nach ihrem Tod, 1276, wurde Margareta seliggesprochen, die Heiligsprechung erfolgte aber erst 1934.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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