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Relief in der Ungarischen Kapelle des Petersdoms in Rom

Margareta, Tochter von König Béla IV. von Ungarn und der Maria Laskaris und damit Nichte von Elisabeth von Thüringen, wurde noch vor ihrer Geburt von ihrem Vater für die Befreiung Ungarns von den Tataren dem geistlichen Stand versprochen und dann im Alter von dreieinhalb Jahren in das Dominikanerinnenkloster von Veszprem gebracht. 1252 kam sie in das von ihrem Vater gegründete Dominikanerinnenkloster auf der Haseninsel - der heute nach ihr benannten Margareteninsel - in Budapest und legte 1254 die Gelübde ab. Weil sie Jungfräulichkeit gelobt hatte, schlug sie - trotz päpstlichem Dispens - die ihr angetragene Vermählung mit Herzog Boleslaw dem Freigiebigen und anderen Fürsten aus. Sie legte sich schwerste Bußübungen auf und pflegte Kranke.
Margaretas Grab wurde bereits kurz nach ihrem Tod Ziel von Pilgern.
Simone Martini: Elisabeth
von Thüringen und Margareta (rechts), 1318, Fresko in der Unterkirche des
Franziskus in Assisi

Kanonisation:
Bereits sechs Jahre nach ihrem Tod, 1276, wurde Margareta seliggesprochen, die
Heiligsprechung erfolgte aber erst 1934.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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