Ökumenisches Heiligenlexikon

Martin von Porres

Gedenktag katholisch: 3. November
     nicht gebotener Gedenktag
     Fest im Dominikanerorden
Gedenktag evangelisch: 3. November (ELCA)
Gedenktag anglikanisch: 3. November
Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Ordensmann
* 9. Dezember 1569 in Lima in Peru
† 3. November 1639 daselbst
Kartenskizze

Martins Vater Juan von Porres war ein nach Lima ausgewanderter spanischer Ritter, seine Mutter eine Einheimische, Tochter afrikanischer Sklaven; ihr verdankte er seine religiöse Erziehung. Martin absolvierte eine heilkundliche Ausbildung, durch seine medizinischen Fähigkeiten und seine liebenswürdige und einfühlsame Art mit Menschen umzugehen, war seine Praxis viel besucht. Bald wurden ihm sogar wundersame Heilungen nachgesagt.

1594 bat Martin um die Aufnahme als Laienbruder in den Dominikanerkonvent von Lima. Er wusste, dass ihm als Mulatten verwehrt war, Priester zu werden. Mulatten kamen in der sozialen Rangordnung nach den Weißen, den Indios und den Schwarzen. Erst neun Jahre später gewährte man ihm die Aufnahme. Er widmete sich hingebungsvoll dem Dienst der Krankenpflege. Nach und nach verwandelte sich das Kloster in ein Krankenhaus, bei dem es im Unterschied zu den anderen Krankenhäusern keine Trennung nach Hautfarben gab. Als der Platz im Kloster nicht mehr austreichte, wandelte Martin auch das Haus seiner Schwester zum Krankenhaus um. Er selbst lebte asketisch, schlief kaum. Die Bevölkerung verehrte ihn, viele sahen in ihm schon zu Lebzeiten einen Heiligen. Er starb an den Folgen einer Typhuserkrankung.

Bronzeskulptur von Thomas McGlynn vor dem College der Dominikaner in Providence, 1968

Bronzeskulptur von Thomas McGlynn vor dem College der Dominikaner in Providence, 1968

Kanonisation: 1962 wurde Martin von Papst Johannes XXIII. heiliggesprochen.
Patron der Laienbrüder, der Friseure; der sozialen Gerechtigkeit, der Haustiere; gegen Ratten- und Mäuseplagen

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie


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