Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria: Maria Immaculata
Empfängnis der Gottesmutter Maria
Gedenktag katholisch: 8. Dezember
Hochfest
Diözesankalender Köln
Gedenktag anglikanisch: 8. Dezember
Gedenktag orthodox: 9. Dezember
Gedenktag armenisch: 9. Dezember
Name bedeutet: C: Empfängnis (latein.)
Biografie: => Maria
Conception
, das Fest der Empfängnis der Gottesmutter Maria, bezieht sich
auf die Empfängnis der Maria durch ihre Mutter Anna.
Pietro Lorenzetti: Geburt der Maria, 1342, Museo dell'Opera del Duomo in Siena

Neun Monate vor Mariä Geburt feiert die
Kirche damit die Empfängnis der Gottesmutter. Der Osten feierte das Fest an
manchen Orten schon um 700 als Tag der Empfängnis der
Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna
,
über Süditalien und Frankreich kam es nach England und erhielt seinen Fokus
auf die Unbeflecktheit dieser Empfängnis; um 1100 führte es Anselm
von Canterbury für seine Diözese ein. Durch Franziskanertheologen
fand es allgemeine Verbreitung. 1477 führte Papst Sixtus IV.
das Fest im Bistum Rom
ein, seitdem wird es am 8. Dezember mit Messe und Hochamt zelebriert. Unter Papst
Clemens XI. weitete sich das Fest als Mariä Empfängnis
1708 auf die gesamte
katholische Kirche aus.
1854 verkündete Papst Pius
IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis nicht nur des Gottessohnes
Jesus durch Maria, sondern auch der
Maria durch Anna. Bei der Empfängnis Christi
ist nach katholischer Lehre das Entscheidende die Empfängnis durch die Kraft des
Heiligen Geistes und die unversehrte Jungfrauschaft der Gottesmutter Maria vor,
während und nach der Geburt. Bei der Empfängnis der Maria durch Anna steht die
Mitwirkung von Joachim außer Frage, die
Besonderheit ist jedoch, dass durch Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins von
jeglichem Makel der Urschuld unversehrt bewahrt wurde
. Das neue päpstliche Dogma stieß damals wie heute sowohl in
den protestantischen Kirchen wie in der Orthodoxen
Kirche auf Ablehnung.
Säule auf der Piazza di Spagna in Rom, nach Verkündigung des Dogmas im Auftrag von Papst Pius IX. 1856 aufgerichtet, mit Bronzefigur von Giuseppe Obici: die Muttergottes auf einer Erdkugel stehend, unter ihren Füßen die Schlange, gefertigt nach der Beschreibung von Katharina Labouré; an der Basis der Säule vier Gestalten des Alten Testaments: Mose, Daniel, Jesaja und Ezechiel
Die Kirchen des Ostens besingen in Hymnen die Besonderheit der Erwählung der Gottesmutter, lehnen aber ab, wie dieses Dogma durch den Entscheid des Papstes verkündet wurde.
Früher sollten an diesem Tag die Frauen nicht arbeiten; gleichwohl war er nach alter Sitte der Tag des Beginns der weihnachtlichen Bäckereien. Seit 1953 pflegen die Päpste in Rom den Brauch, sich am Nachmittag des 8. Dezembers zur Säule der Unbefleckten Empfängnis auf der Piazza di Spagna in Rom zu begeben, um sich - nach der Übergabe eines Blumengebindes - im Gebet vertrauensvoll an die heilige Jungfrau zu wenden. Die katholische Kirche gewährt demjenigen Gläubigen Teilablass, der an einer öffentlich abgehaltenen Gebetsnovene zur Vorbereitung auf dieses Fest teilnimmt.
Maria Empfängnis ist heute gesetzlicher Feiertag in Österreich, Liechtenstein und den katholisch geprägten Kantonen der Schweiz sowie in Italien, Spanien, Portugal, Malta und Argentinien.
Patronin
der Tuchscherer, Böttcher und Tapezierer; der Diözese Köln und des Bistums Lausanne-Genf-Fribourg
Bauernregel:
Zu Mariä Empfängnis Regen, / bringt dem Heu keinen Segen.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
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