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Russische Ikone: Athanasios
und Cyrill (rechts) ![]()
Der hervorragend ausgebildete Cyrill wurde nach einer Zeit des Lebens als
Einsiedler 412 zum Patriarchen von Alexandria
gewählt. Er war ein großer Theologe, der sich sein Leben lang der Bibelauslegung
und der Verteidigung der Glaubenslehre widmete; er kämpfte gegen die Irrlehren
des Arianismus und des Nestorianismus
und für die Bezeichnung der Maria als
Gottesgebärerin
. Cyrill erhielt aus Rom erhielt den Auftrag, Nestorios als
Patriarch von Konstantinopel abzusetzen, wenn der nicht binnen 10 Tagen
widerrufe. Cyrill hielt eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
ab und verwarf in 12 Sätzen die Lehre des
Nestorios.
Das von Kaiser Theodosios II. einberufene Konzil
von Ephesus im Jahr 431 eröffnete Cyrill noch vor dem Eintreffen der
orientalischen Bischöfe, fungierte als unerbittlicher Vorsitzender und setzte so
durch, dass die nach dem Patriarchen Nestorius benannte Lehre verworfen wurde.
433 nahm er zwar die Unionsformel der Lehrer aus Antiocha an, wonach Christus
wesensgleich mit Gott und mit den Menschen ist, aber dennoch einer
ist; er hielt aber an der Rede von der einen menschgewordenen Natur des Logos
fest, das in Christus existierende vollständige Menschliche mochte er nicht als
Natur bezeichnen.
Cyrill verfolgte einen gnadenlosen Kurs gegen alle, deren Standpunkte er als unverträglich mit der christlichen Gemeinde der Stadt erachtete. So veranlasste er die Plünderung und Schließung der Kirchen der christlichen Gruppe, die von dem römischen Priester Novatian im 3. Jahrhundert gegründet wurden. Als Vergeltung für jüdische Angriffe stachelte er die Christen von Alexandria zu einem Judenpogrom an, der das Ende der jüdischen Gemeinde in dieser Weltstadt bedeutete; dabei wurde 415 auch die berühmte Philosophin Hypatia umgebracht, die sogar vom Gelehrten == Socrates Scholasticus als schöne, weise und tugendhafte Frau gerühmt worden war, Ihre Wesenszüge gingen in die Legende der Katharina von Alexandria ein.
Im Kampf gegen das von Antonius
begründete Ägyptische Mönchstum vermischten sich bei Cyrill machtpolitische
Motive und Sorge um den rechten Glauben. Den mönchischen Kreisen wird anlässlich
seines Todes das Zitat zugeschrieben: Endlich, endlich ist dieser schlimme Mann
gestorben. Sein Abschied erfreut die Lebenden, aber er wird die Toten betrübt
haben.
Was ihn in den Augen der Kirche heilig sein läßt, sind weniger seine
Taten als seine Theologie und die fundierte Bibelauslegung, die in seinen
Schriften und Büchern belegt sind. Seine Werke sind ideenreich, scharfsinnig in
der Darlegung und durchdringend in ihren Einsichten, wie schon sein frühes Werk
Über Anbetung und Verehrung in Geist und Wahrheit
zeigt. Er verfasste eine
Auslegung des Propheten Jesaja, einen
Kommentar zu den zwölf kleinen Propheten und einen umfangreichen Kommentar zum
Evangelium des Johannes. Von seiner
Widerlegung der drei Bücher des Kaisers Julian Apostata 2Gegen die Galiläer
sind die ersten 10 Bücher und weitere Fragmente erhalten, außerdem die
Osterfestbriefe für die Jahre 414 bis 442.
Kanonisation:
Cyrill wurde 1882 von Papst Leo XIII. zum Kirchenlehrer
ernannt, in der orthodoxen Kirche zählt er zu den Kirchenvätern.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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