Ökumenisches Heiligenlexikon

Simeon der Greis

Gedenktag katholisch: 3. Februar
Gedenktag orthodox: 3. Februar
Gedenktag armenisch: 29. Oktober
                                               3. Februar, 15. Februar
Name bedeutet: die Erhörung (hebr.)
frommer Israelit
* um 55 v. Chr. (?) in Jerusalem in Israel
† nach 5 v. Chr. in Israel
Kartenskizze

Simeon war ein frommer Israelit, er wartete auf den Trost Israels; offenbar war er schon alt, denn er hatte vom heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen hätte. Bei der Darstellung Jesu im Tempel erkannte er in diesem den verheißenen Messias, nahm ihn auf den Arm und pries ihn mit dem im Lukas­evangelium (2, 25 - 35) überlieferten Lobgesang des Simeon.

In neutestamentlichen Apokryphen wurde Simeon als Priester und Nachfolger von Zacharias oder als Hoherpriester dargestellt. Simeons Reliquien gelangten im 6. Jahrhundert nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - und 1243 nach Zara - dem heutigen Zadar in Kroatien -, wo für ihn sie und die seiner Söhne ein kostbarer Schrein gefertigt wurde.

Patron von Zadar; zur Erlangung von Nachkommenschaft

Francesco Antonio da Mediolano: Simeons Schrein, 1377 - 1380, in der Simeon geweihten Kirche in Zadar

Francesco Antonio da Mediolano: Simeons Schrein, 1377 - 1380, in der Simeon geweihten Kirche in Zadar   

CatholicEncyclopedia

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000



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