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Zacharias und seine Frau Elisabeth lebten wohl in Ein Kerem bei Jerusalem. Er war Priester am Tempel in Jerusalem; seine Ehe war kinderlos geblieben. Im hohen Alter erschien ihm eines Tages, als er gerade im Tempel das Opfer darbrachte, der Erzengel Gabriel und verhieß ihm die Geburt eines Sohnes, des neuen Elija. Weil Zacharias mit ungläubigem Erstaunen reagierte und ein Zeichen forderte, wurde er bis zur Geburt mit Stummheit geschlagen (Lukasevangelium, 1, 5 - 25). Nach der Geburt gab er gemäß der Weisung des Engels dem Kind bei der Beschneidung am achten Tag nach der Geburt den Namen Johannes - der spätere Täufer -, erhielt seine Sprache zurück und betete, erfüllt vom Heiligen Geist, den Lobgesang (Lukasevangelium, 1, 68 - 79), in dem er das Kommen des ersehnten Erlösers ansagte.
Das Evangelium des Jakobus
aus dem 2. Jahrhundert kennt den
Priester Zacharias bei der Eheschließung von Joseph
mit Maria und als standhaften Mann,
der beim Kindermord des
Herodes den Aufenthaltsort seines Sohnes,
der mit Elisabeth geflohen war,
nicht preisgab.
Eine Überlieferung des 3. Jahrhunderts - inspiriert möglicherweise durch Lukasevangelium 11, 51 - berichtet, Zacharias sei im Tempel in Jerusalem ermordet worden.
Der Gedenktag der Ostkirche ist der Tag der Auffindung der Reliquien, die 415 nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - kamen. Sein Kopf befindet sich in der Basilika S. Giovanni in Laterano in Rom.
Auch die Muslimen verehren Zacharias als Gerechten, auch hier stirbt er den Märtyrertod.
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