Ökumenisches Heiligenlexikon

Zacharias

Gedenktag katholisch: 23. September
     bedacht im spanisch-mozarabischen Hochgebet
     Gedenktag in Rom: 6. November
Gedenktag evangelisch: 5. September (ELCA, LCMS)
Gedenktag orthodox: 5. September
                                            11. Februar, 24. Juni
Gedenktag armenisch: 5. September
     liturgische Feier am 3. Dienstag nach dem Assumptionssonntag
     Auffindung der Gebeine: 30. September
Gedenktag koptisch: 5. September
Gedenktag syrisch-orthodox: 1. (von 6) Adventssonntag
Name bedeutet: Gott hat sich erinnert (hebr. - griech.)
Priester, Vater, Märtyrer (?)
† um 10 in Jerusalem in Israel
Kartenskizze

Zacharias und seine Frau Elisabeth lebten wohl in Ein Kerem bei Jerusalem. Er war Priester am Tempel in Jerusalem, seine Ehe war kinderlos geblieben. Im hohen Alter erschien ihm eines Tages, als er gerade im Tempel das Opfer darbrachte, der Erzengel Gabriel und verhieß ihm die Geburt eines Sohnes, des neuen Elia. Weil Zacharias mit ungläubigem Erstaunen reagierte und ein Zeichen forderte, wurde er bis zur Geburt mit Stummheit geschlagen (Lukas­evangelium, 1, 5 - 25). Nach der Geburt gab er dem Kind den Namen Johannes - der spätere Täufer - und betete, erfüllt vom Heiligen Geist, den überlieferten Lobgesang (Lukas­evangelium, 1, 68 - 79), in dem er das Kommen des ersehnten Erlösers ansagte.

Eine Überlieferung des 3. Jahrhunderts - inspiriert möglicherweise durch Lukas­evangelium 11, 51 - berichtet, Zacharias sei im Tempel in Jerusalem ermordet worden.

Der Gedenktag der Ostkirche ist der Tag der Auffindung der Reliquien, die 415 nach Konstantinopel - kamen. Sein Kopf befindet sich in der Basilika S. Giovanni in Lateranoin Rom.

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Peter Calvocoressi: Who's who in der Bibel. Aus dem Englischen von Angela Hausner. Kreuz, Stuttgart 1993
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000



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