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Nanni di Banco: die vier Gekrönten, Marmorstatuen, 1408-13, in der Kirche Orsanmichele in Florenz
Symphorianus, sein Vater Claudius,
Castorius und Nicostratus,
die vier Gekrönten
, wurden der Legende nach unter Kaiser Diokletian gemartert,
indem man ihnen Ringe mit scharfen Spitzen in den Kopf schlug, weil sie sich in
den Steinbrüchen Pannoniens weigerten,
eine Statue des Heilkunstgottes Aesculap und das Bild des Sonnengottes
Apollo zu meißeln. Berichtet wird vom Martyrium in einem Kessel mit kochender
Flüssigkeit, der Marter mit Skorpionen und von ihrer Versenkung im Meer.
== Simplicianus soll durch sie bekehrt worden sein. Die aus dem Wasser
gezogenen Leichname sollen in Rom in der Katakombe
von Marcellinus und Petrus an der Via Labicana bestattet, von da in die
595 erstmals erwähnte Kirche der SS.
Quattro Coronati
, der vier Gekrönten
, überführt worden sein.
Ihre Existenz als tatsächliche Märtyrer Rom scheint nach den maßgeblichen Forschungen gesichert, ihr Fest ist in Rom schon 354 für den 8. November verbürgt. Im 5. Jahrhundert wurde ihnen eine Basilika auf dem Mons Caelius - beim Kolosseum - geweiht. Die Namen der vier Märtyrer, zusätzlich der eines == Victorinus, werden auch in den Akten des Sebastian aus der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts genannt; hier wird ihr Ertränken im Meer berichtet, weil es offenbar keine Reliquien gab.
Als Gruppe Quattuor Coronati
wurden Märtyrer ab Mitte des 6. Jahrhunderts
in Rom
verehrt. Ab Mitte des 7. Jahrhunderts werden die vier Namen genannt, wobei ein
Verzeichnis noch Simplicianus hinzufügt. Ihre erste Verehrungsstätte in der
Katakombe
von Marcellinus und Petrus wurde wohl im 4. Jahrhundert angelegt und im 6. oder
7. Jahrhundert erneuert.
Erst die um 500 zu datierende Leidensgeschichte des Steuerbeamten == Porphyrius berichtet ihr Martyrium in Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica in Serbien. Im 6. Jahrhundert wurde versucht, diese Überlieferung mit der römischen zu vereinen: Papst Miltiades habe angeordnet, vier namentlich unbekannte Offiziere aus der Katakombe von Marcellinus und Petrus unter diesen Namen zu verehren.
Weil die Überlieferung so viele Unsicherheiten brgt, wurden die Quattuor
Coronati
1969 aus dem römischen Festkalender gestrichen, aber 2001/2004 wieder
ins Martyrologium aufgenommen.
Attribut:
Säule
Patron
der Steinhauer, Bildhauer und Marmorarbeiter; der Bauhütten; des Viehs
Martyrologium Romanum Flori-Legium
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