Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.




Menue

Ökumenisches Heiligenlexikon

Symphorianus

Gedenktag katholisch: 7. Juli

Gedenktag orthodox: 9. November, 18. Dezember

Name bedeutet: der Nützliche (griech.)

Märtyrer
† um 304 in Sirmium heute Sremska Mitrovica in Serbien (?)

Kartenskizze

Symphorianus, sein Vater Claudius, Castorius und Nicostratus, die vier Gekrönten, wurden der Legende nach unter Kaiser Diokletian gemartert, indem man ihnen Ringe mit scharfen Spitzen in den Kopf schlug, weil sie sich in den Steinbrüchen Pannoniens weigerten, eine Statue des Heilkunstgottes Aesculap und das Bild des Sonnengottes Apollo zu meißeln. Berichtet wird vom Martyrium in einem Kessel mit kochender Flüssigkeit, der Marter mit Skorpionen und von ihrer Versenkung im Meer.

== Simplicianus soll durch sie bekehrt worden sein. Die aus dem Wasser gezogenen Leichname sollen in Rom in der Katakombe von Marcellinus und Petrus an der Via Labicana bestattet, von da in die 595 erstmals erwähnte Kirche der SS. Quattro Coronati, der vier Gekrönten, überführt worden sein.

Ihre Existenz als tatsächliche Märtyrer in Rom scheint nach den maßgeblichen Forschungen gesichert, ihr Fest ist in Rom schon 354 für den 8. November verbürgt. Im 5. Jahrhundert wurde ihnen eine Basilika auf dem Mons Caelius - beim Kolosseum - geweiht. Die Namen der vier Märtyrer, zusätzlich der eines == Victorinus, werden auch in den Akten des Sebastian aus der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts genannt; hier wird ihr Ertränken im Meer berichtet, weil es offenbar keine Reliquien gab.

Als Gruppe Quattuor Coronati wurden Märtyrer ab Mitte des 6. Jahrhunderts in Rom verehrt. Ab Mitte des 7. Jahrhunderts werden die vier Namen genannt, wobei ein Verzeichnis noch Simplicianus hinzufügt. Ihre erste Verehrungsstätte in der Katakombe von Marcellinus und Petrus wurde wohl im 4. Jahrhundert angelegt und im 6. oder 7. Jahrhundert erneuert.

Erst die um 500 zu datierende Leidensgeschichte des Steuerbeamten == Porphyrius berichtet ihr Martyrium in Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica in Serbien. Im 6. Jahrhundert wurde versucht, diese Überlieferung mit der römischen zu vereinen: Papst Miltiades habe angeordnet, vier namentlich unbekannte Offiziere aus der Katakombe von Marcellinus und Petrus unter diesen Namen zu verehren.

Weil die Überlieferung so viele Unsicherheiten birgt, wurden die Quattuor Coronati 1969 aus dem römischen Festkalender gestrichen, aber 2001/2004 wieder ins Martyrologium aufgenommen.

Attribut: Säule
Patron der Steinhauer, Bildhauer und Marmorarbeiter; der Bauhütten; des Viehs

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Catholic Encyclopedia




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XII, Herzberg 1997
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000