Gedenktag katholisch: 26. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Münster: 27. Juli
in den Niederlanden: 27. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Karmeliten und dem der Unbeschuhten Karmeliten: 27. Juli
Name bedeutet: die Wildtaube (latein.)
Titus Brandsma war Karmelit und Professor für Philosophie
und Geschichte der Mystik an der katholischen Universität in Nimwegen / Nijmegen.
Sein Wirken galt besonders der katholischen Presse und der Öffnung hin zu ökumenischer Zusammenarbeit
unter den Kirchen. Von Anfang an wandte er sich gegen den Nationalsozialismus und die Judenverfolgung.
Nach der Besetzung der Niederlande war er Verbindungsmann der katholischen Bischöfe zur katholischen
Presse. Er war einer der kompromisslosesten NS-Kritiker in Holland, geißelte den dort schon früh
bekannt gewordenen Holocaust. Im Januar 1942 wurde er in seinem Kloster in Nijmwegen verhaftet;
dieser Mann ist sehr gefährlich
, berichtete die Gestapo. Im Juni 1942 wurde er trotz schwerer
Krankheit nach Dachau
gebracht, sechs Wochen später als lebensunwertes Leben
vom Lagerarzt mit einer Giftspritze
ermordet.
Im Februar 2009 wurden Titus Brandmas Reliquien aus der Kirche St. Mariä Geburt in Essen in das Mainzer Karmeliterkloster überführt.
Kanonisation:
Titus Brandsma wurde 1985 als erster Häftling des Lagers Dachau
von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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