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Ökumenisches Heiligenlexikon

Titus Brandsma

Gedenktag katholisch: 26. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Münster: 27. Juli
in den Niederlanden: 27. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Karmeliten und dem der Unbeschuhten Karmeliten: 27. Juli

Name bedeutet: die Wildtaube (latein.)

Ordensmann, Märtyrer
* 23. Februar 1881 in Bolsward in den Niederlanden
† 26. Juli 1942 in Dachau in Bayern

Kartenskizze Kartenskizze

Titus Brandsma

Titus Brandsma

Titus Brandsma war Karmelit und Professor für Philosophie und Geschichte der Mystik an der katholischen Universität in Nimwegen / Nijmegen. Sein Wirken galt besonders der katholischen Presse und der Öffnung hin zu ökumenischer Zusammenarbeit unter den Kirchen. Von Anfang an wandte er sich gegen den Nationalsozialismus und die Judenverfolgung. Nach der Besetzung der Niederlande war er Verbindungsmann der katholischen Bischöfe zur katholischen Presse. Er war einer der kompromisslosesten NS-Kritiker in Holland, geißelte den dort schon früh bekannt gewordenen Holocaust. Im Januar 1942 wurde er in seinem Kloster in Nijmegen verhaftet; dieser Mann ist sehr gefährlich, berichtete die Gestapo. Im Juni 1942 wurde er trotz schwerer Krankheit ins Konzentrationslager Dachau gebracht, sechs Wochen später als lebensunwertes Leben vom Lagerarzt mit einer Giftspritze ermordet.

Im Februar 2009 wurden Titus Brandmas Reliquien aus der Kirche St. Mariä Geburt in Essen in das Mainzer Karmeliterkloster überführt.

Kanonisation: Titus Brandsma wurde 1985 als erster Häftling des Konzentrationslagers Dachau durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 2. Christiana, Stein am Rhein 1992
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
• Fabian Hucht, E-Mail vom 8. Februar 2009, und http://bistum-essen.de/1739+M52d68419a95.html