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Titus Brandsma war Karmelit und
Professor für Philosophie und Geschichte der Mystik an der katholischen
Universität in Nijmwegen.
Sein Wirken galt besonders der katholischen Presse und der Öffnung hin zu
ökumenischer Zusammenarbeit unter den Kirchen. Von Anfang an wandte er sich
gegen den Nationalsozialismus und die Judenverfolgung. Nach der Besetzung der
Niederlande war er Verbindungsmann der katholischen Bischöfe zur katholischen
Presse. Er war einer der kompromisslosesten NS-Kritiker in Holland, geißelte den
dort schon früh bekannt gewordenen Holocaust. Im Januar 1942 wurde er in seinem Kloster in Nijmwegen verhaftet;
dieser Mann ist sehr gefährlich
, berichtete die Gestapo. Im Juni 1942 wurde er
trotz schwerer Krankheit nach Dachau
gebracht, sechs Wochen später als lebensunwertes Leben
vom Lagerarzt mit einer
Giftspritze ermordet.
Im Februar 2009 wurden Titus Brandmas Reliquien aus der Kirche St. Mariä Geburt in Essen in das Mainzer Karmeliterkloster überführt.
Kanonisation:
Titus Brandsma wurde 1985 als erster Häftling des Lagers Dachau
von Papst Johannes Paul II. selig
gesprochen.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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