|
|
Vittore Carpaccio: Tryphon befreit die Tochter von König Gordian vom Dämonen
(Detail), 1507, Scuola di San Giorgio degli Schiavoni in Venedig

Tryphon war der Legende nach einfacher Gänsehirt, aber begabt mit der Gnade, alle Krankheiten zu heilen. Als er 17 Jahre alt war, heilte er auch König Gordians Tochter von einem Dämon: er befahl dem Dämonen, als Hund zu erscheinen und zu zeigen, welche Boshaftigkeiten er den Leuten aufgetragen hatte. Damit wurden viele zum Christentum bekehrt. Bald darauf, in der Regierungszeit von Kaiser Decius, wurde Tryphon beim Präfekten Aquilinus in Nicäa - dem heutigen Íznik als Christ denunziert, schwer gefoltert und enthauptet.
Die Verehrung für Tryphon breitete sich von seiner Heimat über den Ort des
Martyriums nach Konstantinopel - das heutige Ístanbul - aus, wo Kaiser Justinian
I. ihm eine Kirche errichtete. Über Dalmatien
und Sizilien
kam der Kult auch nach Rom,
wo es bis ins 18. Jahrhundert eine ihm geweihte Kirche gab. In der griechischen
Kirche wird seit dem 12. Jahrhundert der Tryphon-Segen
gegen böse Geister und
Insekten gespendet.
Im Martyrologium Romanum wurden neben Tryphon früher noch Respicius und Nympha genannt, über die aber nichts bekannt sind. In der neuen Ausgabe von 2001/2004 sind die beiden gestrichen worden.
Patron
von Italien, Dalmatien,
Kotor;
der Gärtner und Falkner *
Das Patronat beruht auf einer Legende: Einem Falkner flog der Falke davon, der dem russischen Herrscher Ivan Groznyj (der Schreckliche) gehörte. Der Falkner fürchtete Ivans Strafe, doch nachts erschien ihm im Traume Tryphon, auf einem weißen Pferd reitend und mit einem Falken auf der Hand. Am nächsten Tag fand er den Falken an der Stelle, an der Tryphon ihm im Traum erschienen war.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||