Ökumenisches Heiligenlexikon

Uta von Uttenweiler

Gedenktag katholisch: 20. Januar
Name bedeutet: die Besitzerin (althochdt.)
Wohltäterin
† 722 (?) in Uttenweiler bei Biberach in Baden-Württemberg

Uta aus adeligem Geschlecht soll eine besondere Liebe zu Kindern gehabt haben und vesonders wenn Kinder krank darniederlagen ein Engel der Barmherzigkeit gewesen sein. Ihre unermüdliche Hilfsbereitschaft, ihre Bescheidenheit und Güte machte sie bei allen beliebt, schon zu Lebzeiten ehrte man sie als eine Heilige. Nach anderen Berichten soll Uta Dienstmagd gewesen sein, die ein Kind der im Schloss wohnenden Familie rettete. Eine wieder andere Fassung der Erzählungen berichtet, dass eine spätere Ehefrau des Ortsherren Berthold von Stein Uta um ihre Hilfe angerufen hatte, als ihr Kind in einen Weiher fiel und dabei die Stiftung des Klosters gelobte.

1449 stiftete Berthold von Stein das Augustinerkloster in Uttenweiler; die Herren von Stein waren große Verehrer und Förderer des Uta-Kultes. Schon vorher gab es wohl eine kleine Kapelle, die Uta geweiht war, um 1620 ist diese nachgewiesen. An ihr diente der nach der Franziskanerregel als Einsiedler lebende Bruder Klaus und später Bruder Johannes Speth, der 1737 starb.

Das Grab der Seligen nahe des Taufsteins der früheren Kloster- und heutigen Pfarrkirche St. Simon und Judas in Uttenweiler galt als Wallfahrtsort für kranke Kinder, am Gedenktag gab es eine regelmäßige Wallfahrt. Zur Zeit des Josephinismus Ende des 18. Jahrhunderts, als auch in dem zu Österreich gehörenden Dorf die Aufklärung vorankam, wurden alle Andachten und Wallfahrten eingeschränkt. 1875 wurde auf dem Dautenberg nahe des Ortes eine neue Kapelle errichtet, die nach ihrer Baufälligkeit 1950 feierlich durch einen Neubau ersetzt wurde.

Patronin für kranke Kinder





Quellen:
• http://www.gemeinde-uttenweiler.de/


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