Ökumenisches Heiligenlexikon

Vasil' Hopko

Gedenktag katholisch: 23. Juli

Name bedeutet: der Königliche (griech. - slawisch)

Weihbischof von Prešov
* 21. April 1904 in Hrabské bei Bardejov in der Slowakei
† 23. Juli 1976 in Prešov in der Slowakei

Kartenskizze

Vasil Hopko

Vasil Hopko

Vasil' Hopko studierte Theologie in Prešov und wurde 1929 zum Priester geweiht. Nach der Tätigkeit als Gemeindepfarrer war er von 1936 bis 1941 Spiritual am Priesterseminar in Prešov, wo er 1940 seine Promotion ablegte. Er war dann als Sekretär des Bischofs tätig, 1947 wurde er selbst zum Bischof geweiht. In der Folge des Konzils der griechisch-katholischen Kirche in Prešov 1950 und der darauffolgenden Liquidierung der Kirchenorganisation durch die kommunistische Regierung - das Vermögen, die Kirchengebäude und die Gläubigen wurden in die Orthodoxe Kirche überführt - erfuhr Hopko die Staatsgewalt: er wurde gemeinsam mit vielen anderen Geistlichen festgenommen, dann zu 15 Jahren Haft verurteilt, die er bis 1964 in verschiedenen Gefängnissen abzusitzen hatte, wobei er Folter z.B. durch Schläge und Essensentzug zu erdulden musste, was sich in schweren psychischen Folgen auch nach der Entlassung niederschlug. Eine Autopsie nach seinem Tod ergab, dass er in dieser Zeit auch mit Arsen behandelt und immer mehr vergiftet wurde: in seinem Körper fand sich eine 1000-fach über dem normalen Grenzwert liegende Menge des Giftes. Nach seiner Freilassung musste er als Hilfsarbeiter arbeiten und konnte nur im Untergrund pastoral tätig sein.

Im Prager Frühling 1968 stand Hopko an der Spitze eines Komitees, dem es gelang, die Legalisierung der mit Rom unierten Kirche durchzusetzen: Das Tauwetter des Prager Frühlings brachte die Anerkennung der griechisch-katholischen Kirche, aber ihr Eigentum, auch die Kirchen, blieb im Besitz der Orthodoxen und nur in ganz wenigen Fällen kam es zu einer gemeinsamen Nutzung. Erst nach der politischen Wende 1989/1990 kam es zu einer vollständigen Rehabilitation der griechisch-katholischen Kirche und zur Enteignung und Rückgabe der von der Orthodoxen Kirche genutzten Gebäude.

Kanonisation: Vasil' Hopko wurde während der Slowakei-Reise von Papst Johannes Paul II. 2003 seliggesprochen.





Quellen: