Giotto di Bondone: Einzug in Jerusalem
(Detail), Fresko, 1304 - 06, in der Cappella Scrovegni in Padua
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Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern, der letzte der Passionszeit. Er ist der Beginn der Karwoche, aber auch schon ein Vorblick auf Ostern.
Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Zum Zeichen seines Königtums streute das Volk dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige und jubelte (Johannesevangelium 12, 13 - 15).
In der katholischen Kirche werden mit Palmkätzchenzweigen Prozessionen
zur Kirche veranstaltet. Palmen wurden schon im Altertum als heilige Bäume
verehrt, im Orient ehrte man siegreiche Soldaten damit. Schon im 8. Jahrhundert
wurden Palmweihen abgehalten. Da in Mittel- und Nordeuropa keine Palmen wachsen,
ersetzte man diese durch Palmkätzchen - je nach Region können es auch Ahorn-,
Buchen-, Birken-, Weide-, Haselnuss-, Stachelbeer- oder Wacholderbeerzweige sein.
Diese werden in der Palmsonntagsmesse geweiht, sie sollen Unheil abwehrende
Wirkung haben; deshalb werden sie zu Hause in den Herrgottswinkel
gestellt,
oder am Kruzifix, an Heiligenbildern oder am Spiegel befestigt. Im darauf
folgenden Jahr werden die Palmzweige am Aschermittwoch
verbrannt und ihre Asche wird für das Aschekreuz, das zu Beginn der Fastenzeit
ausgeteilt wird, verwendet.
Bauernregeln:
Ist der Palmsonntag ein heiterer Tag, / für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag.
Wenn's den Buben auf die Palmbesen schneit, / so regnet's an Ostern
der Jungfrau auf die Kränze.
Kommen am Palmtag die Palmen trocken nach Haus, kommen die Garben
trocken in die Scheuer.
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