Ökumenisches Heiligenlexikon

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern, der letzte der Passionszeit. Er ist der Beginn der Karwoche, aber auch schon ein Vorblick auf Ostern.

Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Zum Zeichen seines Königtums streute das Volk dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige und jubelte (Johannes­evangelium 12, 13 - 15).

In der katholischen Kirche werden mit Palmkätzchenzweigen Prozessionen zur Kirche veranstaltet. Palmen wurden schon im Altertum als heilige Bäume verehrt, im Orient ehrte man siegreiche Soldaten damit. Schon im 8. Jahrhundert wurden Palmweihen abgehalten. Da in Mittel- und Nordeuropa keine Palmen wachsen, ersetzte man diese durch Palmkätzchen - je nach Region können es auch Ahorn-, Buchen-, Birken-, Weide-, Haselnuss-, Stachelbeer- oder Wachol­der­beerzweige sein. Diese werden in der Palmsonntagsmesse geweiht, sie sollen Unheil abwehrende Wirkung haben; deshalb werden sie zu Hause in den Herr­gottswinkel gestellt, oder am Kruzifix, an Heiligenbildern oder am Spiegel befestigt. Im darauf folgenden Jahr werden die Palmzweige am Aschermittwoch verbrannt und ihre Asche wird für das Aschekreuz, das zu Beginn der Fastenzeit ausgeteilt wird, verwendet.

Bauernregeln: Ist der Palmsonntag ein heiterer Tag, / für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag.
Wenn's den Buben auf die Palmbesen schneit, / so regnet's an Ostern der Jungfrau auf die Kränze.
Kommen am Palmtag die Palmen trocken nach Haus, kommen die Garben trocken in die Scheuer.





Quellen:

• http://www.bauernregeln.net/feiertage.html



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