Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Agapitus von Praeneste


Agapitus, der aus der Adelsfamilie der Anicia stammte, wurde der Überlieferung nach als 15-jähriger wegen seiner glühenden Liebe zu Christus in den Verfolgungen unter Kaiser Aurelian mit Geißelhieben misshandelt, dann unter dem Präfekten Antiochus gequält; Löwen sollten ihn zerfleischen, doch sie liebkosten ihn. Daraufhin wurde er enthauptet.

In der Nacht nach seiner Enthauptung wurde Agapitus' Leichnam der Überlieferung nach auf einem nahen Feld namens Quadrelle bestattet und über seinem Grab außerhalb von Praeneste im 4. Jahrhundert eine Basilika errichtet; diese geht archäologisch auf ein Gebäude eines Heiligtums der Göttin Fortuna Primigenia - Glück den Erstgeborenen - zurück. Aus dieser Zeit stammt eine nahe der Kirche wiedergefundene Inschrift. Anfang des 9. Jahrhunderts wurde diese Kirche von Papst Leo III. restauriert, sie wurde 1864 wieder entdeckt. Wohl Ende des 9. Jahrhunderts wurden Agapitus' Gebeine in die Stadt überführt und ihm dort eine Kirche geweiht. 1117 wurde diese Kirche in Palestrina erneuert, der Altar mit Agapitus' Reliquien - und denen der Heiligen Callistus, Papst Martin I., Valentinus, Tiburtius, Secundus, Agatha von Catania und Silvester - von Papst Paschalis II. geweiht.

Das Gedenken an Agapitus kannte schon das Martyrologium des Hieronymus. Die legendäre Leidensgeschichte über Agapitus entstand im 6./7. Jahrhundert.

Carlo Saraceni (1580 - 1620): Das Martyrium des Agapitus
Carlo Saraceni (1580 - 1620): Das Martyrium des Agapitus

Unter Papst Felix III. wurde Agapitus in Rom eine Kirche erbaut, was die weite Verbreitung der Verehrung erweist. Der größte Teil seiner Reliquien kam nach einer Überlieferung aus dem 11. Jahrhundert nach Rom und von dort 893 als Geschenk des Königs Arnulf von Kärnten nach Kremsmünster in Oberösterreich. Sein Kopf kam im 11. Jahrhundert nach Besançon. Weitere mutmaßliche Reliquien liegen in Bologna.

Patron der schwangeren Frauen und kranken Kinder; gegen Leibschmerzen und Koliken

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren/Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Agapitus von Praeneste

Wikipedia: Artikel über Agapitus von Praeneste

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Zacharias
Flora
Haimo von Landecop


        Für Ihren Datenschutz: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.11.2014

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• Prof. Helmut Bouzek, E-Mail vom 26. April 2005
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.