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Ökumenisches Heiligenlexikon

Urban I.


Fresko in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan
Fresko in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan

Urban war den Papstlisten und dem Zeugnis des Eusebius von Cäsarea zufolge Bischof von Rom als Nachfolger von Callistus I., wohl ab 222 - die Daten in der Bischofsliste von 354 sind widersprüchlich. Zu seiner Amtszeit gab es unter Kaiser Alexander Severus keine weiteren Christenverfolgungen; die Kirchenspaltung mit Gegenpapst Hippolyt dauerte aber fort. Der Überlieferung zufolge soll Urban eine Verordnung erlassen haben, dass der Kelch beim Abendmahl stets aus Silber oder Gold sein müsse; er soll Valerianus, den Bräutigam der Cäcilia, bekehrt haben und er soll unter schließlich vom Kaiser verfolgt, mit Bleikugeln gegeißelt, dann enthauptet worden sein.

Wahrscheinlich ist Urban mit dem in den Katakomben des Callistus bestatteten Urban identisch, obgleich dieser dort nicht mit dem Bischofstitel genannt wird; aber eine griechische Inschrift in der Papstkapelle der Callistuskatakombe nennt den Namen Urban mit einem als Initiale von Episkopos gedeuteten E. Das Problem des Todesdatums und Begräbnisortes kompliziert sich, weil man ihn mit einem in der Katakombe des Prätestatus beigesetzten - im Martyrologium des Hieronymus am 25. Mai genannten - Namensvetter verwechselt hat, der als in der Mitte des 3. Jahrhunderts lebender, häufig in Briefen von Cyprian von Karthago erwähnter römischer Bekenner angesehen wird.

Urbans Reliquien - wahrscheinlich jene des Namensvetters - wurden unter Papst Paschalis I. in die Basilika S. Cecilia in Trastevere übertragen. Teile dieser Reliquien wurden von Papst Nikolaus I. 862 an Kaiser karl den Kahlen übersandt und gelangten über Auxerre nach Châlons-sur-Marne - dem heutigen Châlons-en-Champagne -. Ein weiteres Zentrum der Verehrung Urbans war die Reichsabtei Erstein im Elsass. Aufgrund der Vermischung mit Urban von Langres aus dem 5. Jahrhundert, dem eine späte Lebensgeschichte den Schutz und die Förderung des Weinbaus zuschreibt, wird Papst Urban v. a. in den deutschsprachigen Ländern als Patron der Weinstöcke und Winzer angesehen; der eigentliche Weinheilige ist also Urban von Langres.

Patron von Maastricht, Troyes und Valencia; der Weinberge, des Weines, der Winzer und Küfer; gegen Trunkenheit, Gicht, Frost, Gewitter und Blitz
Bauernregeln (für 25. Mai): Die Witterung an St. Urban / zeigt des Herbstes Wetter an.
Wie's Wetter am Sankt Urbanstag, / so der Herbst wohl werden mag.
Wie sich das Wetter auf St. Urban verhält, / so ist's noch 20 Tag' bestellt.
St. Clemens uns den Winter bringt, / St. Petri Stuhl den Frühling winkt, / den Sommer bringt uns St. Urban, / der Herbst fängt um Bartholomäi an.
St.Urban hell und rein, / segnet die Fässer ein.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Legenda Aurea: Urbanus

Catholic Encyclopedia

  Dekrete und Briefe von Urban gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.05.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Adolf v. Harnack: Die Mission und Ausbreitung des Christentums. J. C. Hinrich, Leipzig 1924
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001