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Ökumenisches Heiligenlexikon

Anthimos von Athen

Gedenktag orthodox: 22. November

Name bedeutet: der Blumengleiche (griech.)

Metropolit von Athen, Präsident von Kreta, Bekenner
* ? auf Kreta in Griechenland
1371


Anthimos wurde nach 1357 Metropolit von Athen und Epirus und verwaltete in dieser Zeit der Herrschaft der Venezianer über Euböa auch die Metropolie Chalkis - das heutige Chalkida. In Akten der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Réthymno wird er zudem als Präsident von Kreta und Beichtvater bezeichnet.

Hintergrund ist offenbar der Aufstand auf Kreta der Jahre 1363 bis 1366, den ausgebeutete venezianische Siedler und nationalistische orthodoxe Kreter gemeinsam veranstalteten. Im August 1363 widersetzten sich die Kreter einem jährlichen Extrazoll zur Reinigung des Hafens und der Ausbesserung der Dämme. In der Hauptstadt Candia - dem heutigen Iráklio - stürmten die Aufständischen den Palast des Duce, einige machthabende Venezianer wurden getötet, andere mussten die Insel verlassen, der venezianischstämmige Marco Gradenigo wurde zum Gubernator et Rector Crete erhoben und Kreter an der Macht beteiligt - dabei spielte offenbar auch Anthimos eine Rolle. Auch Strafgefangene wurden entlassen und Schuldner entlastet. Der von Candia ausgegangene Aufstand erfasste schnell die gesamte Insel. Markus, der Patron der Insel, wurde durch Titus ersetzt, die Aufständischen bezeichneten den von ihnen ausgerufenen Staat auch als Republik des Heiligen Titus und den Aufstand als Revolte vom Heiligen Titus. Nach dem Anfangserfolg des Aufstandes war der neuen Republik Kreta kein langer Bestand beschieden. Papst Urban V. sandte im Oktober ein mahnendes Schreiben an die Aufständischen: sie seien zu großen Teilen Venezianer, nur Venedig könne sie gegen Schismatiker - womit er natürlich die Orthodoxen meint - und Muslime verteidigen, außerdem gefährdeten sie einen geplanten weiteren Kreuzzug. Gleichzeitig begannen die Vorbereitungen zur Rückeroberung, die im Mai 1364 erfolgte und nicht zuletzt wegen Streitigkeiten zwischen venezianischen und orthodoxen kretischen Aufständischen Erfolg hatte. Der noch einige Zeit andauernde Kampf einiger Rebellen fand im April 1366 - auch mit Unterstützung durch türkische Söldner - durch die Tötung der letzten ihrer Anführer sein Ende.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.03.2019

Quellen:
• http://www.saint.gr/43/saint.aspx
• https://el.wikipedia.org/wiki/Κατάλογος_μητροπολιτών_και_αρχιεπισκόπων_της_Κρήτης
• https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_der_venezianischen_Siedler_auf_Kreta_(1363%E2%80%931366)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.