Ökumenisches Heiligenlexikon

Arno von Würzburg

auch: Artno, Arn

Gedenktag katholisch: 13. Juli

Name bedeutet: der Adler (althochdt.)

Bischof von Würzburg, Märtyrer
13. Juli 892 nahe Frankenberg in Sachsen


Dom</a> in Würzburg, ursprünglich dem Salvator - Erlöser - geweiht, dann Kilian, von etwa 1000 bis 1967 dem Apostel Andreas, seitdem wieder Kilian und zudem Kolonat und Totnan
Dom in Würzburg, ursprünglich dem Salvator - Erlöser - geweiht, dann Kilian, von etwa 1000 bis 1967 dem Apostel Andreas, seitdem wieder Kilian und zudem Kolonat und Totnan

Arno war Schüler des Würzburger Bischofs Gozbald. 855 wurde er vom König des Ostfrankenreiches, Ludwig dem Deutschen, zum Bischof von Würzburg erhoben. Er ließ dort an der Stelle des 855 niedergebrannten Salvatormünsters den dann Kilian geweihten Dom errichten; im Osten seines Bistums wurden unter seiner Führung in zehn Jahren neun Kirchen erbaut. Er nahm wiederholt an Reichstagen und ReichssynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. teil und beteiligte sich an vier Kriegszügen des Königs: gegen die Böhmen, die Mähren, die Normannen und gegen die Sorben. Bei letzterem wurde er von heidnischen Sorben - der Überlieferung nach während der Feier der Messe - getötet.

Die Verehrung von Arno als Märtyrer war in Franken v. a. im 16. bis 18. Jahrhundert lebendig.

Der Dom in Würzburg ist werktäglich von 10 Uhr bis 18 Uhr, sonntags von 13 Uhr bis 17.30 Uhr zur Besichtigung geöffnet. (2020)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.11.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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