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Ökumenisches Heiligenlexikon

Athanasius von Neapel

Gedenktag katholisch: 15. Juli

Name bedeutet: der Unsterbliche (griech. - latein.)

Athanasius, Bischof von Neapel
* 832 in Neapel in Italien
15. Juli 872 bei Veroli in Italien


Athanasius war der Sohn des Herzogs Sergius I. von Neapel. 849 wurde er in Rom zum Bischof seiner Heimatstadt geweiht. In seinem Bistum sorgte er besonders für die Ausbildung des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien., und die Unterhaltung von Kirchen und Klöstern, regelte das Einsiedlerwesen und kümmerte sich um Bedürftige. Seine Abstammung bewirkte seinen großen politischen Einfluss. Als aber nach dem Tod seines Bruders, Herzog Gregor III., sein Neffe Sergius III. die Regentschaft übernahm, geriet er mit diesem in Konflikt wegen dessen auf größere Unabhängigkeit Neapels zielenden Politik. Der ließ Athanasius deshalb verhaften, musste ihn nach Protesten der Bevölkerung aber bald schon wieder frei lassen. Athanasius zug sich mit einigen Klerikern zurück in das von ihm gegründete Kloster San Salvatore auf der Insel Megaride vor Neapel. Auch dort bedrohte ihn der Herzog, deshalb floh er nach Benevent zu Kaiser Ludwig II. und, als dieser 871 von den süditalienischen Fürsten gefangen genommen wurde, weiter nach Sorrent, wo einer seiner Brüder Bischof war. In Rom erreichte er die Aufhebung der Verurteilung des Bistums Neapel und wollte dann zurückkehren, starb aber unterwegs im Benediktinerkloster San Quirico bei Veroli.

Athanasius wurde in Veroli bestattet, seine Gebeine wurden später nach Neapel übertragen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.08.2018

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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