Ökumenisches Heiligenlexikon

Balthasar Ravaschieri

italienischer Name: Baldassarre
auch: von Clavario

1 Gedenktag katholisch: 17. Oktober

Name bedeutet: Gott schütze sein Leben (babylon.-hebr.)

Ordensmann, Priester
* 1419/1420 in Chiavari in Italien
18. September 1492 in Binasco bei Mailand in Italien


Palazzo Ravaschieri</a> in Chiavari
Palazzo Ravaschieri in Chiavari

Balthasar, aus vornehmer Familie stammend, schloss sich in jungen Jahren dem Orden der Franziskaner-Observanten an. Er wurde am Ende seines Studiums zum Doktor der Theologie promoviert, dann Guardian seines Klosters an der Kirche San Francesco in Chiavari, schließlich Ordensprovinzial im - 2022 aufgehobenen - Kloster an der Kirche Madonna del Monte in Genua.

Balthasar wurde als erfolgreicher Prediger bekannt, enge Freundschaft verband ihn mit Bernhardin von Feltre.

Seine schwere Gicht lähmte Balthasar zunehmend, er zog sich zurück ins damalige Kloster Santa Maria in Campo - an dessen Stelle steht heute die Kapelle La Madonnina - nach Binasco bei Mailand und lebte dort betend wie ein Einsiedler. Kranke und Mütter mit ihren Kindern kamen zu ihm, er heilte und segnete sie.

Kirche San Francesco in Chiavari
Kirche San Francesco in Chiavari

Balthasars Gebeine kamen 1805 nach Pavia ins damalige Kloster Santa Croce der Franziskaner - an der des heutigen Altersheims Pio Albergo Pertusati - und nach dessen Auflösung 1811 in die Kirche Santa Maria del Carmine. 1812 erwarben die Einwohner von Baselica Bologna die Reliquien.

Das Kloster Santa Maria in Campo in Binasco wurde unter napoleonischer Herrschaft 1805 aufgelöst und dann abgebrochen; seine Reste wurden 1991/1992 ausgegraben und wieder zugeschüttet, heute erinnert die kleine Kapelle La Madonnina.

Kanonisation: Balthasar wurde am 8. Januar 1930 seliggesprochen.
Patron bei Gicht





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.03.2023

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Baldassarre_Ravaschieri - abgerufen am 14.10.2022
• http://www.sanfrancescoassisi.org/index.php?dir=carosf&lang=ita&url=mexdie.php&paramid=1064 - nicht mehr erreichbar
• http://www.binasco2000.com/arte/amadeo01.html - abgerufen am 14.10.2022
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• https://www.treccani.it/enciclopedia/baldassarre-ravaschieri_(Dizionario-Biografico) - abgerufen am 09.02.2023
• https://www.treccani.it/enciclopedia/baldassarre-ravaschieri_(Dizionario-Biografico) - abgerufen am 11.02.2023
• https://fondoambiente.it/luoghi/madonnina-della-chiesa-del-convento - abgerufen am 11.02.2023

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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