Ökumenisches Heiligenlexikon

Deochar

auch: Deocar, Deotker, Dietger, Theotgar

Gedenktag katholisch: 7. Juni
Diözesankalender Eichstätt für die Pfarrei Herrieden

Name bedeutet: der von Gott Geliebte (latein.)

Einsiedler, Klostergründer und erster Abt in Herrieden
um 832 in Hasareoda, heute Herrieden bei Ansbach in Bayern


Hochgrab, 1482, in der Blasisuskapelle der Stiftsbasilika St. Vitus und St. Deocar in Herrieden
Hochgrab, 1482, in der Blasisuskapelle der Stiftsbasilika St. Vitus und St. Deocar in Herrieden

Deochar war Einsiedler in Hasareoda und wurde dort um 790 erster Abt des 782 gegründeten Benediktinerklosters an der Stelle gegenüber der heute ihm geweihten Kirche. 793 besuchte König Karl Deochar; 796 sandte er ihm seinen Hoftheologen Alkuin, um Schwierigkeiten des Abtes mit einigen seiner Mönche zu schlichten. Seit 802 war Deochar auch Königsbote und deshalb 819 an der Übertragung der Gebeine des Bonifatius nach Fulda beteiligt. Er nahm 829 an der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Mainz teil.

Josef Gollwitzer (Entwurf): Deochar-Brunnen, 1979, gegenüber der Stiftsbasilika in Herrieden
Josef Gollwitzer (Entwurf): Deochar-Brunnen, 1979, gegenüber der Stiftsbasilika in Herrieden

Seine letzte Ruhestätte erhielt Deochar in einem Schrein in der Stiftskirche St. Vitus und St. Deocar in Hasareoda / Herrieden; ein Teil seiner Reliquien wurde 1316 durch König Ludwig den Bayern als Siegesbeute in die nun nach Deochar benannte Kapelle in der Kirche St. Lorenz in Nürnberg übertragen, 1845 kamen sie nach Eichstätt. Der von König Ludwig in seine Residenz nach München gebrachte Teil der Reliquien wurde im 2. Weltkrieg zerstört.

Patron der Blinden und Augenkranken





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.07.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.catholic-forum.com/saints/saintd2h.htm
• https://de.wikipedia.org/wiki/Herrieden
• https://de.wikipedia.org/wiki/Herrieder_Tor

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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