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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einhard

auch: Einhart

Gedenktag katholisch: 14. März

Name bedeutet: starkes Schwert (althochdt.)

Klostergründer, Laienabt
* um 770 im Maingau in Hessen
† 14. März 840 in Seligenstadt am Main in Hessen


Einhard erhielt seine Ausbildung am Kloster in Fulda, wo er 788 und 791 als Urkundenschreiber bezeugt ist, und ab 794 am Königshof in Aachen. Er gehörte schon 796 dem Gelehrtenkreis an, der Karl den Großen beriet, und wurde im selben Jahr Leiter der Hofschule als Nachfolger seines Lehrers Alkuin. Neben seiner Gelehrsamkeit wird v. a. seine Kunstfertigkeit gerühmt, die ihm den Beinamen Bezalel - nach dem Werkmeister der Stiftshütte in 2. Mose 35, 30 - einbrachte, was auf seine Oberleitung der Bauten am Karlshof hinweist. Seine allseits gerühmte Lauterkeit und Zuverlässigkeit sicherten ihm das Vertrauen Karls, der ihm auch wichtige Gesandtschaften übertrug; 806 sandte er ihn nach Rom, um die Zustimmung des Papstes zur Reichsreform einzuholen. 813 forderte er Karl im Namen der Großen des Reiches auf, seinen Sohn Ludwig zum Mitkaiser zu erheben.

Nach Karls Tod 814 konnte Einhard am Hof bei König Ludwig dem Frommen bleiben und erzog dessen Sohn Lothar, dem er nach dessen Erhebung zum Mitkaiser 817 auch als Berater diente. Ludwig übertrug Einhard die Leitung der Klöster St. Peter und St. Bavo in Gent, St. Servatius in Maastricht, St-Cloud bei Paris, St-Wandrille in der Normandie, San Giovanni Battista in Pavia, St. Peter in Fritzlar sowie Steinbach im Odenwald, denen er als Laienabt vorstand..

Einhards Sarkophag in der Basilika in Seligenstadt
Einhards Sarkophag in der Basilika in Seligenstadt

815 erhielt Einhard und seine Gemahlin Imma von Kaiser Ludwig Güter in Michelstadt im Odenwald und in Obermühlheim im Maingau - dem heutigen Seligenstadt. Nachdem es ab 822/823 zu Auseinandersetzungen der Söhne des Kaisers um die Nachfolgefrage gekommen war und Einhards Bemühungen, den Frieden zu erhalten, erfolglos blieben, zog er sich mehr und mehr von den Reichsgeschäften zurück, um sich nun um die Gründung und den Ausbau eines Klosters auf den neuen Besitztümern in der alten Heimat zu kümmern. In Michelstadt ließ er deshalb die Basilika erbauen. 827 erwarb er aus Rom die Reliquien von Marcellinus und Petrus; Wunder gaben den Ausschlag, dass diese nicht wie geplant in Steinbach - heute ein Ortsteil von Michelstadt im Odenwald - verblieben, sondern nach 828 Obermühlheim - das heutige Seligenstadt - weitergeleitet wurden, wo Einhard dann die dortige Abtei gründete, und die beiden zu Schutzpatronen des Karolingerreiches erklärt wurden. 830 bat Einhard den Kaiser um Unterstützung für die Bauten und den Unterhalt derer, die bei den Leibern der hl. Märtyrer Gott dienen werden, gleichzeitig auch um Entbindung von seinen weltlichen Aufgaben. Er widmete sich nun ganz der Leitung des Benediktinerklosters Seligenstadt und verfasste die von Liebe und Bewunderung geprägte monumentale Biografie von Karl dem Großen sowie eine ausführliche Schilderung vom Erwerb der Märtyrerreliquien und die damit verbundenen zahlreichen Visionen und Wunder.

Einhard wurde in der Basilika seines Klosters Seligenstadt, der größten erhaltenen Basilika aus karolingischer Zeit, bestattet.

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Einhard und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.04.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.