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Ökumenisches Heiligenlexikon

Engelbert von Admont

Gedenktag katholisch: 10. April

Name bedeutet: der wie ein Engel Glänzende (althochdt.)

Abt in Admont
um 1250 in Volkersdorf, heute Ortsteil von Hart-Purgstall in der Steiermark in Österreich
† 10. April (oder 12. Mai) 1331 in Admont (?) in der Steiermark in Österreich


Engelbert wurde 1267 Benediktinermönch in Admont. Er studierte von 1271 bis 1274 an der Domschule in Prag Grammatik und Logik; dort lernte er auch die naturwissenschaftlichen Schriften von Aristoteles kennen. Nach einem Aufenthalt in Admont studierte er von 1278 bis 1287 Padua Logik und Philosophie sowie Theologie bei den Dominikanern. 1297 wurde er Abt im damals bedeutenden Kloster Admont.

Kloster Admont mit Blick auf die Ennstaler Alpen
Kloster Admont mit Blick auf die Ennstaler Alpen

Engelbert gehörte zu den vielseitigsten Gelehrten seiner Zeit, betätigte sich als theologischer und philosophischer Schriftsteller und Staatstheoretiker und hinterließ mehr als 40 Arbeiten zu verschiedenen Wissensgebieten, so zur Pastoraltheologie, Exegese und Dogmatik. In De corpore domini, Vom Leib des göttlichen Herrn bestritt er die Impanationstheorie des Pariser Theologen Johannes Quidort, der die Transsubstantiation in Frage stellte und lehrte, man empfange bei der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. nicht nur Christus, sondern mit, durch und unter ihm auch wahres Brot, weil er sich mit diesem innigst verbunden habe. Zwei Fürstenspiegel, weitere staatstheoretische Traktate, die die Monarchie als beste Form aller staatlichen Ordnung rechtfertigen und damit das Streben von Kaiser Heinrich VII. nach einem neuen Weltkaisertum unterstützen, dazu Bücher zur Zoologie, Botanik und Geographie umfassen Engelberts Werk. Ein autobiografischer Brief an den Rektor der Schule an St. Stephan in Wien entstand um 1325 und ist die vertrauenswürdige Quelle für die Lebensgeschichte von Engelbert, der zu den bedeutendsten deutschen Scholastikern seiner Zeit gehörte.

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.10.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.