Ökumenisches Heiligenlexikon

Falko von Palena

italienischer Name: Falco

Gedenktag katholisch: 9. August
Todestag: 13. Januar

Name bedeutet: der Falke (althochdt.)

Mönch, Einsiedler
* um 950 in Taverna in Kalabrien in Italien
um 1050 in Palena bei Chieti in Italien


Falko, Sohn der alten und adeligen Familie Poerio, beschloss schon in jungen Jahren, sich in das Basilianerkloster Santa Maria di Pèsaca in seinem Heimatort zurückzuziehen, das der Abt Hilarion leitete. Dort lebte er zusammen mit Nikolaus dem Griechen, dem späteren ArchimandritEin Archimandrit (aus griech.„αρχή, Anfang” und „μάνδρα, Unterkunft”) ist in den östlichen und orthodoxen Kirchen der vorgeordnete Vorsteher eines oder mehrer Klöster, entsprechend etwa dem westlichen Erzabt. Er steht hierarchisch über dem Hegumen. Der Begriff wird auch als besonderer Ehrentitel für orthodoxe Priestermönche verwendet. des Klosters Prata bei Casoli, Reginald von Fallascoso, mit Frankus von Francavilla al Mare, == Stefanus dem Wolf von der Einsiedelei Santo Spirito in Majella, == Giovanni von Rocca San Giovanni und == Orante von Ortucchio in Marsica; zusammen wurden sie später in den Abruzzen als die sieben Brüder verehrt. Als die Sarazenen 977 die Gegend heimsuchten, beschlossen sie, das Kloster zu verlassen und errichteten ein neues - heute abgegangenes - Kloster in Prata, einem Ortsteil von Casoli bei Chieti; dieses Kloster war früher im Besitz der Benediktinerabtei auf dem Montecassino und nun eine Burg im Besitz des Grafen Trasmondo von Chieti, dem sie den Besitz abkauften; die Ruinen waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sichtbar. Unter Führung von Hilarion führten sie ein strenges Leben; außer sonntags ernährten sie sich hauptsächlich von Kräutern; ihr Tag bestand aus Beten und Lobpreisung. Nach dem Tod von Hilarion wurde der jüngste, Nikolaus der Grieche, zum Vorgesetzten gewählt. Dann pilgerten sie nach Rom; unterwegs gelang es ihnen, nahe des - seit Mitte des 19. Jahrhunderts trocken gelegten - Fucino-Sees, sieben Menschen von Dämonen zu befreien. Nachdem sie nach Prato zurückgekehrt waren und Hilarion gestorben war, zerstreuten sie sich. Falko ging wieder nach Rom, blieb aber unterwegs entkräftet in Palena bei Chieti und baute sich eine Einsiedelei. Er befreite die Gegend von Dämonen, war deshalb bei der Bevölkerung beliebt und lebte asketisch mit Beten und Fasten. An einem 13. Januar hörten die Leute das Glöcklein seiner Einsiedelei, gingen hin um ihm zu helfen und fanden ihn tot auf seinem Tisch inmitten zweier brennender Kerzen.

Die Leute brachten seinen Leichnam in die Kirche Sant' Antonio Abate nach Palena, die dann auch ihm geweiht wurde. Am Grab wurden viele Besessene geheilt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.03.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/65770
• http://www.casoli.info/casoli/prata/prata02.htm
• http://www.casoli.info/casoli/prata/prata01.htm

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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