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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gabriel von Ferrara

Taufname: Camillo

Gedenktag katholisch: 15. Januar

Name bedeutet: Gott ist mein Held (hebr.)

Ordensoberer
* um 1543 in Mailand in Italien
† 15. Januar 1627 in Wien in Österreich


Camillo, Graf von Ferrara, studierte Medizin und wurde Chirurg. 1591 trat er mit dem Ordensnamen Gabriel in den Hospitalierorden der Barmherzigen Brüder ein. Er verfasste die Nuova Selva di Cirurgia in zwei Teilen, damals das Standardwerk der Chirurgie, 1596 in Venedig gedruckt und auch ins Deutsche übersetzt.

„Barmherzigenkirche” in Graz
Barmherzigenkirche in Graz

1608 behandelte Gabriel König Sigismund III. von Polen erfolgreich und bekam als Dank 1609 ein Spital in Kraków, weitere Gründungen in Polen folgten. Auch der österreichische Kaiser Matthias bot ihm die Gründung eines Spitals an; 1614 wurde der Kaufvertrag für das Haus an der Taborstrasse in Wien geschlossen und so die Grundlage für das heutige Spital mit über 400 Betten gelegt. 1615 folgte ein weiteres Krankenhaus in Graz nach einer erfolgreichen Behandlung des steirischen Erzherzogs Ernst, den Gabriel vor einer Armamputation bewahrte. Ernsts Bruder, Erzherzog Ferdinand II., wurde 1619 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; auch er war mit Gabriel freundschaftlich verbunden und stattete 1624 die Barmherzigen Brüder in Österreich mit zahlreichen Privilegien aus, so dem Recht der öffentlichen Spendensammlung. Gabriel wirkte auch als Generalvikar der deutschen Provinz seines Ordens.

Im Dreißigjährigen Krieg wirkte Gabriel als Feldchirurg der kaiserlichen Truppen in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag im Jahr 1620. Weitere Spitalgründungen erfolgten 1622 in Neuburg an der Donau und 1625 in Triest. Schon bei seinem Tod stand Gabriel im Ruf der Heiligkeit.

Gabriels Gebeine ruhen in der Kirche der Barmherzigen Brüder in der Wiener Taborstrasse.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.10.2017

Quellen:

• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.