Ökumenisches Heiligenlexikon

Gottfried Thelen

Gedenktag katholisch: 25. September

Name bedeutet: der Gottesfriede (althochdt.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 1588 in Wickrath, heute Stadtteil von Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen
25. September 1620 bei Kaub am Rhein in Rheinland-Pfalz


„Jesuitenturm”, letzter Rest des ehemaligen Jesuitenklosters in Neuss
Jesuitenturm, letzter Rest des ehemaligen Jesuitenklosters in Neuss

Gottfried Thelen studierte Philosophie in Köln. 1612 trat er in Trier in den Jesuitenorden ein, schloss das Studium im Kolleg an der Kirche St. Martin in Bamberg ab und studierte dann Theologie an der 1615 durch die Jesuiten errichteten Universität in Mainz - damals beheimatet im Domus Universitatis. Kurz nach seiner Priesterweihe machte er sich von dort aus zusammen mit zwei Mitbrüdern auf den Weg ins Kolleg nach Neuss. Der Bischof hatte geraten, sich wegen eines möglichen Angriffs der im Dreißigjährigen Krieg kämpfenden pfälzischen calvinistischen Truppen wie weltliche Reisende zu kleiden, was Thelen aber ablehnte.

Als das Boot der Reisegruppe ans Rheinufer in Bacharach kam, wurde er von Calvinisten als Jesuit erkannt und misshandelt; schließlich wurde die Weiterreise gestattet, das Boot wurde aber von anderen Soldaten beschossen und musste auf der anderen Rheinseite anlanden. Thelen und weitere Passagiere flohen zu Fuß nach Kaub, wo Thelen, zwei weitere Jesuiten und drei andere Katholiken unter Mitwirkung calvinistischer Bauern von Soldaten in den Weinbergen festgenommen wurden. Thelen und vier andere aus der Gruppe wurden erschossen; da Thelen nicht gleich tot war, half man mit Messerstichen nach.

Klosterkirche in Marienthal
Klosterkirche in Marienthal

Leute aus Kaub bestatteten Gottfried Thelen. Als der Ort am 1. Oktober in spanische Hände fiel, baten die Jesuiten um seinen Leichnam und bestatteten ihn vor dem Hauptaltar der ab 1612 von ihnen betreuten Wallfahrts- und Klosterkirche in Marienthal - heute ein Stadtteil von Geisenheim. Dort wurde er bei Wiederaufbauarbeiten der Kirche 1858 gefunden und in einem kleineren Sarg an selber Stelle neu bestattet; im Kirchenraum weist heute eine Gedenktafel auf diese Bestattung hin.

Die Jesuitenkirche in Trier ist täglich von 8 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.03.2021

Quellen:
• Jakob Torsy: Der große Namenstagskalender, hg. von Hans-Joachim Kracht. Herder, Freiburg 1998
• Dr. Guntram Schwitalla und Marianne Kilian, E-Mail vom 14. September 2015

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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