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Ökumenisches Heiligenlexikon

Henry Morse

Gedenktag katholisch: 1. Februar
als einer der 40 Märtyrer von England: 25. Oktober

Name bedeutet: der reiche Schützer (althochdt.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 1595 in Brome in Suffolk in England
1. Februar 1645 in Tyburn, heute Teil des Stadtbezirks Westminster in London in England)


Federzeichnung, 1645, in der National Portrait Gallery in London
Federzeichnung, 1645, in der National Portrait Gallery in London

Henry war Sohn des wolhlhabenden Landbesitzers Robert Morse, der der Anglikanischen Kirche angehörte, aber mit der katholischen Kirche sympathisierte. Im Alter von 16 Jahren begann er ein Studium der Rechtswissenschaften am Corpus Christi College in Cambridge, das er am Grey's Inn in London fortsetzte. Nach dem Tod seines Vaters 1614 ging er an die Universität nach Douai in Frankreich, wo schon sein Bruder William studierte; Henry wollte Priester zu werden und trat wie schon der Bruder zum Katholizismus über. Als Henry nach England zurückkehrte, um finanzielle Dinge zu regeln, weigerte er sich in Dover, den Treueeid auf den König zu leisten und wurde deshalb verhaftet. Vier Jahre blieb er im Gefängnis, bis der König die Verbannung von etwa 100 Priestern und anderen Katholiken anordnete, um die Verhandlungen über eine spanische Hochzeit seines Sohnes Charles zu unterstützen. Henry kam im August 1618 nach Douai zurück und wurde dann zum Studium ans Päpstliche Englische Kolleg nach Rom geschickt.

Nach seiner Priesterweihe wurde er beauftragt, den Jesuiten in Newcastle zu helfen, wo die Pest ausgebrochen war. 1619 wurde er als Katholik verhaftet und kam ins Gefängnis nach York; auch hier pflege er Kranke. In der Haft absolvierte er auch sein Noviziat bei den Jesuiten und legte die einfachen Gelübde ab. Dann wurde er wieder aus England ausgewiesen und diente ab 1622 als Missionar englischen und irischen Soldaten der spanischen Armee in den Niederlanden. 1633 kehrte er nach England zurück und arbeitete an der Kirche St Giles-in-the-Fields in London. Als zwei Jahre später auch hier die Pest ausbrach, zog er sich bei der Krankenpflege selbst die Seuche zu, erholte sich aber wieder. 1627 wurde er erneut verhaftet und angeklagt, weil er Priester war und missioniert hatte. In Haft legte er die Gelübde als Jesuit ab und wurde im Juni 1637 auf Drängen der Frau von König Charles I., der aus Frankreich stammenden Katholikin Henriette Maria von Bourbon, gegen 10.000 Gulden Kaution freigelassen. Als der König dann aber allen katholischen Priestern befahl, das Land zu verlassen, musste er wieder ins Exil gehen. 1643 kehrte er nach England zurück und wurde wiederum inhaftiert, wieder vor Gericht gestellt, unter Verweis auf den ersten Prozess zum Tod verurteilt und in Anwesenheit des französischen Botschafters durch den Strang hingerichtet. Als Straferleichterung wurden ihm die Eingeweide und das Herz erst nach dem Tod herausgeschnitten und dann der Leichnam gevierteilt.

Kanonisation: Henry Morse wurde am 25. Dezember 1929 durch Papst Pius XI. zusammen mit 27 weiteren Märtyrern aus England und Wales selig- und am 25. Oktober 1970 zusammen mit 39 anderen Märtyrern aus England und Wales von Papst Paul VI. heiliggesprochen.

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.11.2018

Quellen:

• Klemens Hogen-Ostlender, E-Mail vom 23. Oktober 2018

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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