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Ökumenisches Heiligenlexikon

Henry Walpole

Gedenktag katholisch: 7. April

Name bedeutet: der reiche Schützer (althochdt.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 1558 in Docking in Norfolk in England
7. April 1595 in York in England


Andachtsbild
Andachtsbild

Henry Walpole, ältester Sohn der anglikanischen Eltern Christopher Walpole und seiner Frau Margery, studierte Jura in Norwich, in Cambridge und am Gray's Inn in London. Dort entwickelte er Kontakte zu katholischen Adeligen und nahm an den Diskussionen teil, die Edmund Campion mit anglikanischen Geistlichen führte; Regierungsspione wurden darauf aufmerksam. Bei Campions Hinrichtung 1581 war Henry Walpole anwesend, seine Kleider wurden vom Blut des Hingerichteten gefärbt und das Beispiel des Märtyrers ermutigte ihn, selbst katholisch zu werden. Er verfasste einen kleinen Gedichtband über Campion, der heimlich gedruckt und in London verbreitet wurde. Walpole geriet in Verdacht und floh aus London, zuerst in sein Elternhaus nach Docking und dann über Frankreich nach Rom, wo er 1583 ins Päpstliche Englische Kolleg aufgenommen wurde. Als Proband der Jesuiten kehrte er 1584 nach Frankreich zurück, wo er seine Studien an der Universität in Pont-à-Mousson fortsetzte. 1588 wurde er in Paris zum Priester geweiht und anschließend nach Brüssel in die damals spanischen Niederlande geschickt - Walpole sprach fließend Italienisch, Französisch, Latein, Englisch und Spanisch. Nach einem Jahr in Brüssel wurde er Militärpfarrer für die katholischen Flüchtlinge aus England und Irland, die in den spanischen Streitkräften in den Niederlanden dienten. Er wurde gefangen genommen und ins englische Fort Flushing - das heutige Vlissingen in Zeeland gebracht. Dort wurde er gefoltert bis sein Bruder Michael und seine Vorgesetzten bei den Jesuiten ihn freikauften.

Henry Walpole kritzte seinen Namen während der Haft im Tower in London in die Wand
Henry Walpole kritzte seinen Namen während der Haft im Tower in London in die Wand Foto: Richard Nevell

Nach einem Aufenthalt in Tournai schickte der Jesuitenorden Henry Walpole nach Spanien, um bei der Gründung der neuen englischen Seminare in Sevilla und Valladolid zu helfen. 1593 erhielt Henry Walpole von König Philipp II. von Spanien die Erlaubnis, das Kolleg in St-Omer bei Calais zu gründen. Walpole kehrte auf einem französischen Schiff nach Yorkshire zurück und landete an der Landzunge Flamborough Head. Bald darauf wurde er in einem Gasthaus in Bridlington verhaftet. Nach etwa drei Monaten Haft im Castel in York wurde er im Februar 1594 in den Tower nach London gebracht und nach Foltern im Frühjahr 1595 nach York zurückgeschickt, wo ihm zusammen mit Alexander Rawlins am 3. April der Prozess gemacht wurde. Die Richter verlangten, dass beide die volle Autorität der Königin in Fragen der Religion anerkennen sollten, was sie verweigerten. Deshalb wurden sie wegen Hochverrats verurteilt und durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen an der Tyburn genannten Hinrichtungsstätte in York aufgehängt, gestreckt und geviertelt. Das Ausweiden verhinderte ein auf einem Pferd vorbeikommender Mann.

Die katholische Kirche in Burnham Market in Norfolk wurde Henry Walpole geweiht.

Kanonisation: Henry Walpole wurde am 25. Dezember 1929 von Papst Leo XIII. als einer der Vierzig Märtyrer von England und Wales selig- und am 25. Oktober 1970 durch Papst Paul VI. heiliggesprochen.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.08.2019

Quellen:
• Klemens Hogen-Ostlender, E-Mail vom 18. November 2018
• https://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Walpole

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.