Ökumenisches Heiligenlexikon

Herbernus von Tours

auch: Erbernus, Heribert, Henbernus, Herbern, Hibern
französische Namen: Héberne, Haberne

Gedenktag katholisch: 30. Oktober

Name bedeutet: der im Heer Glänzende (althochdt.)

Abt in und Erzbischof von Tours
916 in Tours in Frankreich


Herbernus war Abt im Kloster Marmoutier in Tours und wurde 890 Erzbischof von Tours.

Die Überlieferung schreibt Herbernus eine herausragende Rolle beim Einfall der Normannen zu. Dieser geschah in Tours aber schon 852/853, also zu einer Zeit, als Herbernus wohl noch nicht Abt sein konnte. Erzählt wird, dass die Normannen das Kloster Marmoutier durch Feuer verwüsteten und 115 Mönche töteten. 1 Herbernus holten die Angreifer demnach aus seinem Versteck und folterten ihn, damit er die Schätze der Kirche und die 24 Mönche, zwölf Kanoniker und zwölf bürgerliche Persönlichkeiten verrate, die sich im damaligen Châteauneuf versteckten. Erzählt wird zudem, dass Herbernus die Gebeine von Martin von Tours, die angeblich zum Schutz vor den Normannen in Auxerre lagen, nach dem Kriegsfrieden wieder nach Tours zurück gebracht habe und er der erste Abt des Klosters Marmoutier nach dessen angeblichem Wiederaufbau war.

1 Die in den mittelalterlichen Chroniken enthaltene Überlieferung von der Zerstörung des Klosters Marmoutier in Tours wird durch die archäologischen Befunde nicht bestätigt, sie bezeugen keinerlei Phase der Aufgabe des Klosters.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 15.08.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• Acta Sanctorum zum Tage
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_%C3%A9v%C3%AAques_et_archev%C3%AAques_de_Tours - abgerufen am 15.08.2022
• http://www.saint-dicton.com/1030.html - abgerufen am 15.08.2022
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Marmoutier_(Tours)#Histoire_de_l'abbaye - abgerufen am 15.08.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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