Ökumenisches Heiligenlexikon

Hosius von Córdoba

italienischer Name: Osius

Gedenktag katholisch: 27. August

Gedenktag orthodox: 27. August

Name bedeutet: der Heilige (griech.)

Bischof von Córdoba, Bekenner
* 256/257 in Córdoba (?) in Spanien
27. August 357 (?) in Córdoba in Spanien


Hosius, dessen Gelehrsamkeit und Umsicht gerühmt wurde, wurde um 295 Bischof von Córdoba. Als die Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian und Maximian tobte, ertrug er 303 Kerker und Folter und gab er durch Standhaftigkeit und Glaubensmut ein Beispiel, deshalb wir er als Bekenner verehrt. Auf der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Elvira 305 machte er seinen Einfluss geltend und unterstützte die dort gefassten strengen Beschlüssen zur Kirchenzucht. Nachdem Kaiser Konstantin „der Große” das Christentum akzeptiert hatte, wurde er dessen Berater und folgte ihm nach Nikomedia - dem heutigen Ízmit. Konstantin sandte ihn 323 nach Alexandria zu Verhandlungen über den Arianismus und die Frage der Datierung des Osterfestes. Nachdem keine Einigung erzielt werden konnte, drängte er den Kaiser zur Einberufung des 1. Konzils von Nicäa, das dann 325 unter seiner Beteiligung in Nicäa - dem heutigen Íznik - stattfand. In dessen Folge verbannte der Kaiser zunächt Arius, den Begründer des Arianismus, rief ihn aber schon 328 wieder zurück und ließ Hosius in Ungnade fallen.

337 wurde Konstantins Sohn Constans Kaiser, der den Arianismus offen begünstigte. Hosius führte auf der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Sardica - dem heutigen Sofia - 347 den Vorsitz, als der Arianismus erneut verurteilt wurde. Der römische Bischof Liberius schrieb ihm über die Bedrängnisse der Kirche und beklagte den fast allgemeinen Abfall auf der Synode von Arles 353. Hofius wurde 355 vom Kaiser nach Mailand vorgeladen, verweigerte aber die erwartete Ablehunung der Positionen von Athanasios von Alexandria sowie der Beschlüsse des Konzils von Nicäa, dennoch durfte der fast 100-jährige nach Córdoba zurückkehren. Aber 356 wurde er erneut nach Mailand gerufen und wegen seiner Unbeugsamkeit dann nach Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica - verbannt. Dort unterschrieb er auf der Synode von 357 eine Glaubensformel, die als Anerkennung arianischer Lehren verstanden werden konnte, durfte in sein Bistum zurückkehren, widerrief diese zu Sirmium abgezwungenen Erklärung und starb im Folgejahr.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.04.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://de.wikipedia.org/wiki/Ossius_von_C%C3%B3rdoba

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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