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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kolumba von Sens

französisch: Colombe
auch: Kolumba


Kolumba war nach den Legenden eine christliche Jungfrau in Sens oder vielleicht auch eine Fürstentochter aus Saragossa. Sie weigerte sich der Legende zufolge, den Sohn von Kaiser Aurelian zu heiraten, deshalb wurde sie zur ersten Märtyrerin unter diesem Kaiser. Eine Bärin schützte sie im Kerker gegen einen Mann, der sie vergewaltigen wollte, ein Wunder verhinderte ihren Feuertod. Nachdem man sie gefesselt und mit eisernen Haken blutig gerissen hatte, schlug man ihr das Haupt ab.

Reliquien in der Kathedrale in Pamplona
Reliquien in der Kathedrale in Pamplona

Schon im 6. Jahrhundert war der Kult der Kolumba verbreitet. Über ihrem Grab wurde im frühen 7. Jahrhundert von König Chlotar III. eine Basilika erbaut, das Grabmal darin schuf Bischof Eligius von Noyon. Das daneben bestehende Kloster Ste-Colombe erhielt 660 vom Bischof die Unabhängigkeit. Kolumbas Reliquien und das Kloster wurden 1792 zerstört.

Die in Santa Coloma bei Nájera als Columba von Córdoba Verehrte ist wohl tatsächlich Kolumba von Sens, denn das frühere, Columba geweihte Kloster in diesem Ort war von Mönchen aus Sens gegründet worden.

Attribute: Bärin
Patronin gegen Augenleiden und Regen





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.11.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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