Ökumenisches Heiligenlexikon

Konstanze von Sizilien

auch: Constantia
auch: von Schwaben, von Hohenstaufen, von Aragón
italienischer Name: Costanza

Gedenktag katholisch: 26. Oktober

Name bedeutet: die Beständige (latein.)

Königin, Tertiarin
* um 1249 in Catania auf Sizilien in Italien
9. April 1302 in Barcelona


Konstanze war das einziges Kind des Fürsten Manfred von Tarent, der 1258 König von Sizilien wurde, und seiner ersten Frau Beatrix von Savoyen. 1262 heiratete sie; nachdem ihr Mann als Peter III. König von Aragón geworden war, begann er unter der Einflussnahme seiner Frau Aufstände gegen das Anjou-Regime in Sizilien zu unterstützen; Karl I. von Anjou hatte 1266 mit kräftiger Unterstützung von Papst Clemens IV. >Konstanzes vater, König Manfred, besiegt und auf Anordnung des Papstes alle seine Verwandten töten lassen. Mit der Sizilianischen Vesper begann Ende März 1282 die Erhebung der sizilianischen Bevölkerung gegen die französische Herrschaft, die zur Vertreibung des Hauses Anjou aus Sizilien führte. Weil die Sizilianer dessen Rückkehr befürchteten, forderten sie Peter III. auf, König von Sizilien zu werden; Ende August 1282 landete er auf der Insel und wurde wenig später als Peter I. zum König gekrönt, deshalb aber von Papst Martin IV. exkommuniziert.

1283 kam auch Konstanze zu ihrem Mann in den Normannenpalast nach Palermo und wurde zur Königin von Sizilien gekrönt; weil Peter nach Aragón zurückkehrte, setzte er mit Unterstützung des Parlaments Konstanze als Statthalterin für Sizilien ein. Ihr gelang es, den vom Papst ausgerufenen Kreuzzug des Hauses Anjou siegreich abzuwehren und zudem Gebiete in Apulien, Kalabrien und Kampanien, die früher schon den Staufern gehörten, zurückzugewinnen. Peter III. starb 1285, der gemeinsame Sohn Jakob übernahm nun die Herrschaft über Sizilien und Konstanze ging nach Aragón zurück; zuvor traf sie in Rom mit dem neuen Papst Honorius IV. zusammen, den sie um Versöhnung bat und der ebenfalls um Ausgleich bemühte Papst gewährte ihr große Ehre und alles, was sie begehrte. Ihr Sohn Jakob betrieb aber nun eine Politik der Annäherung an das Haus Anjou, was die Sizilianer ablehnten und deshalb Peters und Konstanzes jüngsten Sohn Friedrich zum neuen König von Sizilien erhoben. Friedrich war bereit, den alten Konflikt mit dem Papst und den Anjou neu zu entfachen, mühsam verhinderte dies Konstanze. Dann ging sie als Tertiarin der Franziskaner ins Kloster Sant Francesc in Barcelona.

Konstanze wurde in ihrem Kloster in Barcelona begraben. Nach dem Abriss des Klosters wurden ihre Grab 1835 in die Kathedrale von Barcelona verlegt. Papst Bonifatius VIII. bestätigte 1302 im Frieden von Caltabellota die Herrschaft Friedrichs auf Sizilien. 1442 gelang es Alfons V. von Aragón, dem Nachkommen von Peter und Konstanze, das Königreich Neapel zu besetzen und damit nach fast 200 Jahren das alte Reich der Staufer in nahezu gleichen Grenzen wiederherzustellen.

Kanonisation: In den Acta Sanctorum wird Konstanze als selig bezeichnet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.06.2022

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Konstanze_von_Sizilien_(1249%E2%80%931302)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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