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Ökumenisches Heiligenlexikon

Lamech

Gedenktag syrisch-orthodox: 18. März

Name bedeutet: kräftiger Mann (hebr.)

Vater Noachs
* 3232 v. Chr. 1
† 2455 v. Chr. 2


Buchmalerei: Lamech mit seinen zwei Frauen und dem Sohn Tubal-Kajin, dem „Meister in allerlei Erz- und Eisenwerk” (1. Mose 4, 22), Canterbury um 1040
Buchmalerei: Lamech mit seinen zwei Frauen und dem Sohn Tubal-Kajin, dem Meister in allerlei Erz- und Eisenwerk (1. Mose 4, 22), Canterbury um 1040

Lamech, Sohn des Methusael / Methusalah, war nach 1. Mose 4, 17f der Urururenkel von Kain, nach 1. Mose 5, 26 dagegen in siebter Generation der Nachfahre von Set, dem dritten Sohn von Adam und Eva und demnach der Vater von Noach. Er heiratete zwei Frauen - ein Hinweis auf seinen Reichtum -, Ada und Zilla. Im Lamechlied 1. Mose 4,23 f. brüstet er sich, dass er als Rache für eine erlittene Strieme einen Mann sowie als Antwort auf eine Wunde einen Jungen getötet hat; während der Mord an Kain sieben Mal gerächt werde, werde er 77 Mal gerächt. Auch dies weist auf Lamechs hohe Stellung: im babylonischen Codex Hammurapi - der bekanntesten und bedeutendsten Rechtsordnungen der Frühgeschichte - ist eine vergleichbare Strafe für solche Vergehen gegen einen Höhergestellten vorgesehen. Nach der Geburt Noachs, als Lamech 182 Jahre alt war, lebte er noch 595 Jahre lang und zeugte weitere Söhne und Töchter; insgesamt lebte er also 777 Jahre lang (1. Mose 5, 30f) und starb damit fünf Jahre vor Beginn der Sintflut (1 Mose 9, 28).

Wegen der extensiven Rache im Lamechlied wird gelegentlich bezweifelt, dass es aus Israel stammt, und seine Entstehung den Kanaanitern zugewiesen. Jüdische Legenden erzählen dehalb: Lamech ging, als er im Alter schon blind war, auf die Jagd und ließ sich dabei von seinem jungen Sohn Tubal-Kajin leiten. Als der das Zeichen gab, schoss Lamech - doch es war nicht ein Wildtier, sondern Kain, der getötet wurde; Tubal-Kajin hatte das Kains-Zeichen, das hier als Horn beschrieben wird, mit dem Horn eines Tieres verwechselt. Verzweifelt schlug Lamech sich in die Hände und tötete so versehentlich auch Tubal-Kajin. Lamechs Frauen Ada und Zilla wollten ihn dafür bestrafen, da sprach Lamech: wenn es sieben Generationen dauerte, bis Kains vorsätzliche Mordtat gerächt wurde, könne es bei ihm 77 Generationen dauern, seine versehentliche Untat zu rächen. Lamech und seine Frauen brachten den Fall vor Adam, der sich Lamechs Auffassung anschloss.

Nach einer anderen Überlieferung weigerten sich Lamechs Frauen, mit ihm Geschlechtsverkehr zu haben weil sie wussten, dass eine Flut kommt und sie deshalb keine weiteren Kinder gebären wollten. Darauf antwortete Lamech: Kain war des Mordes schuldig, aber das Gericht wurde in seinem Fall für sieben Generationen ausgesetzt; für mich, der ich nicht Schuld an solchem Verbrechen habe, gilt sicher eine Karenzzeit von 77 Generationen.

1 nach dem jüdischen Kalender

2 nach dem jüdischen Kalender





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.03.2019

Quellen:
• Klaus Grünwaldt. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz † (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. IV, Herzberg 1992

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.