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Ökumenisches Heiligenlexikon

Leontios von Monemvasia

Taufname: Leo

Gedenktag orthodox: 11. Dezember

Name bedeutet: der Löwengleiche (griech.)

Mönch, Einsiedler, Klostergründer
* 1377 in Monemvasia auf dem Peloponnes in Griechenland
11. Dezember 1452 im Kloster Pammegiston Taxiarchon bei Egio in Griechenland


Monemvasias Hauptkirche „Elkomenos Christos”, „Gegeißelter Christus”
Monemvasias Hauptkirche Elkomenos Christos, Gegeißelter Christus

Leo war Sohn einer Familie aus der Dynastie der Palaiologen, der letzten Kaiserdynastie des byzantinischen Reiches. Seine Mutter Theodora war die Tochter des Kaisers Andronikos III., sein Vater Andreas war Gouverneur des Peloponnes. Leo wurde in der Zeit der Blüte seiner Heimatstadt fromm erzogen und zum Studium nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - geschickt. Nach dem Tod seines Vaters kehrte er nach Monemvasia zurück. Seine Mutter trat dann in ein Kloster ein, er heiratete und hatte drei Kinder. Nach dem Tod von Frau und Kindern - nach anderer Überlieferung: nachdem er diese mit deren Einverständnis verlassen hatte - trat er 1410 ins Felsenkloster Panagia Pepelenitsas bei Kounina ein mit dem Mönchsnamen Leontios. Von dort ging er schließlich zum Heiligen Berg Athos. Nach einiger Zeit ging er wieder nach Monemvasia und lebte als Einsiedler. Nach einer Offenbarung begab er sich auf den Berg Klokon oberhalb von Egio und lebte dort in einer Höhle; bald schon schlossen sich ihm weitere Mönche an und es wurde unweit das Kloster Pammegiston Taxiarchon errichtet.

Das Kloster Pammegiston Taxiarchon wurde von der kaiserlichen Familie der Palaeologon kräftig unterstützt. Sie spendete auch Reliquien, darunter ein Teil des Kreuzes Jesus Christi, die Dornenkrone, den Schwamm mit dem er am Kreuz getränkt wurde, seine purpurne Robe und auch einen Teil des Gewandes von Johannes dem Täufer, des ersten Mönches. Der Marmorbehälter, in dem sich diese Reliquien befinden, besteht der Überlieferung zufolge aus Stein aus dem Grab Christi und stammt aus dem Jahr 180 n. Chr.

Leontios wurde in seiner Höhle nahe des Klosters bestattet. An seinem Grab geschehen Heilungen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.05.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2012/12/saint-leontios-of-monemvasia.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.