Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Maurus von Subiaco

auch: von Anjou


Maurus war der - unsicheren - Überlieferung zufolge Sohn des römischen Senators Equitius, der ihn Benedikt von Nursia zur Erziehung übergab; Maurus wurde dessen Lieblingsschüler und der Überlieferung zufolge Benedikts Nachfolger im Kloster an der Heiligen Grotte bei Subiaco, als dieser auf den Montecassino übersiedelte. Er rettete nach dem Zeugnis Gregors des Großen seinen Klosterbruder Placidus vor dem Ertrinken aus dem Fluss und soll außergewöhnliche Kräfte zur Krankenheilung gehabt haben. Gerühmt wurden sein frommer Lebenswandel, der vollkommene Gehorsam und seine tiefe Demut.

Filippo Lippi: Maurus rettet Placidus vor dem Ertrinken, um 1450, um 1444, Samuel H. Kress Collection in der National Gallery of Art in Washington
Filippo Lippi: Maurus rettet Placidus vor dem Ertrinken, um 1450, um 1444, Samuel H. Kress Collection in der National Gallery of Art in Washington

Erste Zeugnisse über Maurus stammen von Gregor dem Großen, er berichtet von ihm in der Lebensgeschichte über Benedikt im zweiten Buch seiner Dialoge. Eine von Odo von Glanfeuil um 860 unter dem Pseudonym Faustus, eines angeblichen Gefährten von Maurus, verfasste legendarische Lebensgeschichte erzählt, Maurus sei von Benedikt nach Gallien geschickt worden, wo er das Kloster Glanfeuil - das heutige St-Maur-sur-Loire - gegründet habe. In Gallien soll er an der Pest gestorben und in Glanfeuil begraben worden sein.

Statue am Tor zum Kloster Schwarzach in Rheinmünster
Statue am Tor zum Kloster Schwarzach in Rheinmünster

Angebliche Reliquien von Maurus kamen um 865 auf der Flucht vor den Normannen nach St-Maur-des-Fossés, wo eine rege Verehrung aufkam, später in die Kirche St-Germain-des-Prés in Paris; in der französischen Revolution wurden diese 1793 vernichtet. Um 1033 kam Maurus' Armreliquie auf den Montecassino, seitdem ist dort seine Verehrung bezeugt.

Mit Maurus verbindet sich gelegentlich auch die Legende von Amarus dem Seefahrer.

Attribute: als Mönch mit Teufel
Patron der Kranken, Köhler, Lastenträger, Schneider, Schuhmacher und Kupferschmiede; gegen Heiserkeit, Schnupfen, Kopfschmerzen, Gicht, Rheuma und Lähmungen

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Acta Sanctorum





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Maurus von Subiaco

Wikipedia: Artikel über Maurus von Subiaco

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Theodor Noa
Eufrasius vom Kinde Jesus Barredo
August Schöffler


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.01.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• http://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/15-Januar-Die-Wochenheiligen-Die-heiligen-Maurus-und-Placidus;art312,184946

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.