Ökumenisches Heiligenlexikon

Michael Czartoryski

polnischer Name: Michał
Taufname: Johannes Franziskus - Jan Franciszek

Gedenktag katholisch: 6. September
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
in Polen: 12. Juni

Name bedeutet: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 19. Februar 1897 in Pełkinie, Ortsteil von Jarosław in Polen
6. September 1944 in Służew, Stadtteil von Warszawa / Warschau in Polen


Johannes Franziskus, Sohn des Fürsten Witold Czartoryski und seiner Frau Jadwiga geb. Dzieduszycka, wurde in deren Palast in Pełkinie geboren und zunächst von einem Privatlehrer, dann an einer Privatschule ausgebildet. Nach dem Abitur studierte er Architektur am Polytechnikum in Lemberg - dem heutigen L'viv. Im polnisch-ukrainischen Krieg 1918/1919 nahm an der Verteidigung von Lemberg gegen die Ukrainer teil und wurde mit dem Tapferkeitskreuz ausgezeichnet. 1927 trat er mit dem Ordensnamen Michael in Krakau / Kraków den Dominikanern bei, 1931 wurde er in Jarosław zum Priester geweiht. Als Architekt war er 1937 bis 1939 am Bau des Klosters heilige Dominika im Warschauer Stadtteil Służew tätig und er wirkte auch als Novizienmeister.

Am 1. August 1944 ging Michael Czartoryski zu einem Augenarzt im Warschauer Stadtteil Powiśle; an diesem Tag brach der Warschauer Aufstand aus - ein bewaffneter Aufstand gegen die deutschen Truppen. Am nächsten Tag meldete er sich freiwillig als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. der Gruppe Konrad der Heimatarmee, die in Powiśle kämpfte. Am 6. September 1944, nach dem Fall dieses Bezirks, zog er sich nicht mit den Aufständischen zurück, sondern blieb als einziger des Krankenhauspersonals mit einer Gruppe schwer Verwundeter in den Kellern des Gebäudes Alfa-Laval, in dem das Krankenhaus der Heimatarmee untergebracht war. Eine halbe Stunde nach der Evakuierung der Krankenhausmitarbeiter kamen die Deutschen und erschossen die Patienten und Michael Czartoryski in diesem Keller.

Die Leichname der im Gebäude Alfa-Laval Erschossenen wurden von den Besatzern auf einer nahe gelegenen Barrikade verbrannt und dann verscharrt. Ein Jahr später wurden sie exhumiert und in ein Gemeinschaftsgrab für die Aufständischen überführt, wobei die Leiche von Michael Czartoryski nicht identifiziert werden konnte.

Kanonisation: Michael Czartoryski wurde am 13. Juni 1999 als einer der 108 gesegneten polnischen Märtyrer der deutschen Besatzung in Polen von Papst Johannes Paul II. in Warschau seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.12.2022

Quellen:
• http://www.katolsk.no/biografier/historisk/mczartor - abgerufen am 02.12.2022
• https://pl.wikipedia.org/wiki/Micha%C5%82_Czartoryski_(dominikanin) - abgerufen am 02.12.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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