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Ökumenisches Heiligenlexikon

Nahum

hebräischer Name: נחום

Gedenktag katholisch: 1. Dezember

Gedenktag orthodox: 1. Dezember

Gedenktag armenisch: 1. Dezember

Gedenktag koptisch: 1. Dezember

Gedenktag syrisch-orthodox: 1. Dezember

Name bedeutet: Gott tröstet (hebr.)

Prophet
* in Elkosch, heute wohl Elkesei bei Bet Gabre / Bet Guvrin in Israel
† daselbst


russische Ikone, um 1715, im Kloster auf Kizhi in Karelien
russische Ikone, um 1715, im Kloster auf Kizhi in Karelien

Nahum wirkte als Prophet in Juda, offenbar in der Zeit nach 663 v. Chr., als der Fall von No-Amon / Theben und vor 612 v. Chr., als der Fall von Ninive zu verzeichnen war. Nahum war also Zeitgenosse von == Zefanja, Habakkuk und Jeremia. Sein Hauptthema ist die Gerichtsrede gegen die assyrische Stadt Ninive und die Heilsverheißung für das Gottesvolk.

Die Ausleger sind sich heute weitgehend einig, dass Nahum aller Wahrscheinlichkeit nach nicht eine historische Person ist sondern eine Sammlung von Prophetenworten und der Name Tröster auf den Inhalt des Buches hinweist.

Worte von Nahum

Eine spätere Überarbeitung weitet in Form eines Psalms den Blick aus auf alle gottfeindlichen Mächte dieser Welt. Sie werden beim Endgericht keinen Bestand haben. Das biblische Buch Nahum hebt so an:

Ausspruch über Ninive. Das Buch der Visionen Nahums aus Elkosch.
Ein eifernder und rächender Gott ist der Herr. Der Herr übt Rache und ist voll Zorn. Der Herr übt Rache an seinen Gegnern und hält fest am Zorn gegen seine Feinde. Der Herr ist langmütig und von großer Macht; doch lässt der Herr gewiss keinen ungestraft.
In Wirbel und Sturm nimmt er seinen Weg, die Wolken sind der Staub seiner Füße. Er droht dem Meer und macht es trocken, alle Flüsse lässt er versiegen.
Welk sind Baschan und Karmel, auch die Blüten des Libanon sind verwelkt. Berge beben vor ihm und Hügel geraten ins Wanken. Die Welt schreit vor ihm auf, die Erde und all ihre Bewohner.
Vor seinem Groll – wer kann da bestehen? Wer hält stand in der Glut seines Zorns? Sein Grimm greift um sich wie Feuer und die Felsen bersten vor ihm.
Gut ist der Herr, eine feste Burg am Tag der Not. Er kennt alle, die Schutz suchen bei ihm. Doch in reißender Flut macht er seinen Gegnern ein Ende und Finsternis verfolgt seine Feinde.
(Nahum 1, 1 - 8)

Nahum verkündet das bevorstehende Gericht über Ninive und Frieden für Juda. Wir können darin ein Hoffnungswort für alle Zeiten sehen. Kein Gewalt- und Unrechtregime dieser Welt hat Bestand: Was plant ihr gegen den Herrn? Er macht doch ein Ende. Es soll nicht wieder Not aufkommen.
Wie dichtes Dornengestrüpp und wie wirres Windengerank werden sie verbrannt, wie dürre Spreu; nichts bleibt übrig.
Von dir stammt der Mann, der Böses plant gegen den Herrn, der Übles im Schild führt.
So spricht der Herr: Auch wenn sie unversehrt sind und zahlreich, sie werden abgeschnitten, sie gehen vorüber.
Habe ich dich auch gedemütigt, ich werde dich nicht mehr demütigen. Ja, jetzt zerbreche ich sein Joch, das auf dir lastet, und deine Fesseln werde ich sprengen. Der Herr hat über dich bestimmt: Von dir soll es keinen Nachkommen mehr geben.
Aus dem Haus deines Gottes reiße ich Götze und Gussbild. Ich schaufle dein Grab; denn du bist verächtlich geworden.
Seht auf den Bergen die Schritte des Freudenboten! Er verkündet Frieden! Juda, feiere deine Feste, erfülle deine Gelübde! Denn der Unheilstifter durchstreift dein Land nicht mehr; er ist völlig vernichtet.
(Nahum 1, 9 - 2, 1)

Zitat: Heinz-Josef Fabry über Nahum:

Das Motiv der Freudenboten wird von Jesaja und später von Paulus aufgegriffen und zum festen Topos in den jüdischen Messiaserwartungen:
Mein Volk soll an jenem Tag meinen Namen erkennen und wissen, dass ich es bin, der sagt: Ich bin da. Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König. (Jesaja 52, 6 f)
Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt? Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist? Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen! (Römerbrief 10, 13 – 15)

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.10.2019

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.