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Ökumenisches Heiligenlexikon

Nicasius von Reims

französischer Name: Nicaise

Gedenktag katholisch: 14. Dezember
Übertragung der Gebeine nach Arras: 2. April
in Reims: Übertragung der Gebeine: 18. Juli, 23. Juli

Name bedeutet: der Siegende (griech. - latein.)

Bischof von Reims, Märtyrer
* in Frankreich
† 407 (oder 451) in Reims in Frankreich


Nicasius wurde um 400 Bischof von Reims, er ließ die Marienkirche, den Vorgängerbau der heutigen Kathedrale, erbauen. Nicasius wurde durch die 407 in Gallien einfallenden Vandalen - oder die 451 das Land besetzenden Hunnen - getötet, der Überlieferung zufolge zusammen mit seiner Schwester Eutropia, seinem Diakon Florentius, seinem Lektor Jucundus und weiteren Gefährten enthauptet, wobei ein Schwerthieb seinen Schädel spaltete. Mit dem abgeschlagenen Kopf unterm Arm lief er demnach weiter und pries Gott wie einst Dionysius von Paris.

Am Grab von Nicasius und Eutropia nahe der Agricolus-Kirche in Reims geschahen mehrere Wunder. Später wurde an dieser Stelle eine Nicasius geweihte Basilika erbaut und die Abtei gegründet. 893 übertrug Erzbischof Fulko von Reims Nicasius' Reliquien in den von diesem erbauten Mariendom, dort ist sein Martyrium am Nordportal dargestellt. Die Kopfreliquie von Nicasius wird in der Abtei St-Vaast bei Arras verehrt, andere Reliquien in Tournai und in Fulda, wohin sie durch Hrabanus Maurus kamen.

Patron gegen Augenkrankheiten und Mäuseplage





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.09.2019

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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