Ökumenisches Heiligenlexikon

Nostrianus von Neapel

italienischer Name: Nostriano

Gedenktag katholisch: 14. Februar
Übertragung der Gebeine: 16. August

Name bedeutet: ?

Bischof von Neapel
465 in Neapel in Italien


Nostrianus wurde 452 der fünfzehnte in der Reihe der Bischöfe von Neapel; Kathedrale war damals die später so genannte Basilika Santa Restituta. Damals verbreitete der Prediger Florus die Lehren des Pelagianismus und des Manichäismus in Neapel; Nostrianus bekämpfte die Irrlehren wie sein Zeitgenosse Prosper von Aquitanien und sandte den Priester Herius aus, um Florus zu verhaften und zu vertreiben. 439 gewährte Nostrianus dem von den Vandalen aus Karthago - dem heutigen Vorort von Tunis in Tunesien - vertriebenen Bischof Quodvultdeus Asyl in Neapel; dieser unterstützte nun den Kampf gegen die Irrlehren und für Augustinus' Gnadenlehre. Nostrianus ließ die Bäder für den KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. in unmittelbarer Nähe des Forums errichten, in der Gegend, die bis zum 13. Jahrhundert als Vicus Nostrianus und Platea Nostriana bekannt war und an der die ehemalige Kirche San Gennaro all'Olmo steht.

ehemalige  Kirche San Gennaro all'Olmo (links) und ehemalige Kirche San Biagio Maggiore
ehemalige Kirche San Gennaro all'Olmo (links) und ehemalige Kirche San Biagio Maggiore

Nostrianus wurde in den Katakomben San Gaudioso bestattet; im 10. Jahrhundert wurden die Gebeine erhoben, in die damalige Kirche San Gennaro all'Olmo übertragen und dort am 16. August 1612 durch den Erzbischof und Kardinal Aquaviva in einer Marmorurne unter dem Hochaltar beigesetzt, nun begann die Verehrung von Nostrianus aufzublühen. 1965 wurde diese Urne in die nahe Kirche Santi Filippo e Giacomo dell'Arte della Seta gebracht, nachdem die Kirche San Gennaro all'Olmo aufgehoben worden war.

Die Kirche San Gennaro all'Olmo geht zurück auf die diakoniche Einrichtung von Nostrianus; der um 690 amtierende Bischof Agnellus ließ die Kirche zu Ehren von Januarius neu errichten. Im 8. Jahrhundert wurde sie den armenischen Nonnen übergeben, die nach den Verfolgungen durch die Bilderstürmer nach Neapel kamen und Reliquien von Gregor dem Erleuchter und den Schädel von Blasius mitbrachten; letzterem wurde dann daneben die Kirche San Biagio Maggiore errichtet; die Riten wurden dort bis zum 14. Jahrhundert in griechischer Sprache gefeiert, die diakonische Einrichtung war bis zum 15. Jahrhundert aktiv. Die Kirche San Gennaro all'Olmo ist heute Sitz einer Stiftung.

Kanonisation: Nostrianus' Verehrung wurde 1878 von Papst Leo XIII. bestätigt.

Die Kirche Santa Restituta - zugänglich über die Kathedrale in Neapel - ist täglich von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 16 Uhr bis 18.30 Uhr - sonntag nur vormittags - geöffnet. (2022)
Die Katakomben San Gaudioso in Neapel - der Ticketschalter und der Eingang ist in der Kirche Santa Maria della Sanità - sind nur im Rahmen einer Führung zu besuchen, täglich von 10 Uhr bis 13 Uhr, sie kostet 9 € und berechtigt auch für die Führung in den Katakomben San Gennaro. (2022)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.05.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Nostrianus
• https://it.wikipedia.org/wiki/Nostriano_di_Napoli
• https://tinodamico.wordpress.com/2018/12/21/la-diaconia-napoletana-di-san-gennaro-allolmo-lesercizio-della-carita-a-napoli-nellimminente-medio-evo/
• https://it.wikipedia.org/wiki/Chiesa_di_San_Gennaro_all%27Olmo

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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