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Ökumenisches Heiligenlexikon

Quodvultdeus von Karthago

Gedenktag katholisch: 19. Februar
nicht gebotener Gedenktag in Nordafrika: 8. Januar

Name bedeutet: Weil Gott es will (latein.)

Bischof von Karthago
† 24. Oktober 454 in Neapel in Italien


Quodvultdeus wird das erste Mal schon als junger Mann um 408 in der Christengemeinde von Karthago - dem heutigen Vorort von Tunis - erwähnt. Um 421 wurde er dort Diakon. Mit Augustinus stand er durch Briefe in Verbindung, dieser widmete ihm seine Schrift De haeresibus, Über die Irrlehren. Um 435 wurde Quodvultdeus Bischof von Karthago. Er widerstand mit seinen KlerikernEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. den Vandalen und wurde deshalb zusammen mit diesen auf alten Schiffen ins Mittelmeer hinausgetrieben. Dennoch gelang die Landung in Kampanien. Quodvultdeus kam nach Neapel und kämpfte nun gegen den Pelagianismus und für Augustinus' Gnadenlehre.

Die Schriften von Quodvultdeus sind noch nicht endgültig erforscht, bei manchen wurden Augustinus oder Prosper Tiro von Aquitanien für die Verfasser gehalten. Quodvultdeus wurde wohl in den Katakomben des Januarius in Neapel beigesetzt, hier ist ein afrikanischer Bischof auf einem Mosaik dargestellt. Quodvultdeus gilt als nordafrikanischer Kirchenvater.

Worte des Heiligen

Den schon Getauften bleibt der mühevolle Krieg gegen die Laster nicht erspart:
Keiner glaube, ein Christ sei so erhaben, dass er, weil er eingetaucht in die Mysterien [der Taufe] aus Wasser und Geist wiedergeboren wird, danach Abstand nimmt von den verschiedenen Lüsten; er sei nun abgesichert, da er durch das Sakrament der Taufe seine Seele in eine sicheren Zustand gebracht habe, und er brauche sie nun nicht [mehr] gegen die Listen des Feindes zu schützen. Im Gegenteil, er soll sie, so gut er kann, schützen und zu schützen suchen, damit er nicht in den gewaltigen Stürmen dieser Welt zugrunde gehe. Es ist einer getauft, das Schiff ist wieder hergestellt, von unten her verpicht, auf das hohe Meer geschickt; es braucht eine Steuerung, bis es in den ersehnten Hafen gelangt. Das Meer, nämlich dieses Weltzeitalter, ist gefährlich nicht nur aufgrund der Stürme und Riffe, sondern auch überreich am Ungetier der Leidenschaften, die [dir] nachstellen. Mit aller Aufmerksamkeit, aller Sorge, allem Fleiß sollen die Seeleute nunmehr wachen: Auch soll Christus häufig als Lenker angerufen werden, dass er das Schiff so großen Gefahren entreiße und es zum sichern Hafen geleite.
Du bist getauft, du bist mit dem königlichen Prägemal gesiegelt, du bekommst schon Nahrung vom Tisch deines Königs: Sei kein Deserteur und gib dich auch nicht wie ein verwöhnter Soldat den Lüsten hin, der teuflische Widersacher soll dich nicht unbewaffnet und in Saus und Braus lebend antreffen, sondern sei wie ein tapferer Soldat, kämpfe in diesem Krieg, so gut du kannst, so dass Christus, deine Kraft, dich nicht nur schütze, sondern auch andere Fortschritte zum Heil machen können. Fordere von deinem König geistliche Waffen. Krieg wird dir erklärt, so sagt er, in dem du dich durch Kämpfen auszeichnen sollst, damit du triumphierend zum vollständigen Frieden gelangst. Du wirst nicht nur gegen einen einzigen kämpfen; viele Gegner nämlich werden gegen dich ausziehen: Du wirst nämlich mit den Lastern kämpfen …
Aber fürchte dich nicht, du hast die Mittel zum Handeln. Rufe den Herrn der Heerscharen an, er möge dich von der Höhe her mit Kraft ausstatten, so dass du ausrufen kannst: Auch wenn sie gegen mich ein Lager aufschlagen, mein Herz wird nicht verzagen; und wenn gegen mich der Kampf entbrennt, ich werde auf Ihn hoffen (Psalm 26, 3). Er ist es, der Herr der Heerscharen, der erwartet, das sein Soldat so kämpft, dass er ihm in seiner Mühe beistehe.

Quelle: Quodvultdeus: De cataclysmo 1 - 2. In: Patrologis Latina 40, Sp. 693f; eigene Übersetzung

Zitate von Quodvultdeus:

Ihr sollt wissen, dass das Glaubensbekenntnis, das ihr empfangen und eurem Gedächtnis eingeprägt habt, zu eurem Heil festhaltet, das Fundament des katholischen Glaubens ist, über dem das Gebäude der Kirche entstanden ist, errichtet von den Händen der Apostel und Propheten. Das Gebäude ist nämlich das Haus Gottes, es ist aus lebendigen Steinen gebildet und das seid ihr.

Meine Brüder, lasst uns glühend unsere eigentliche Heimat ersehnen; diese Pilgerschaft, die uns von ihr noch abhält, wollen wir ertragen, wenn auch nicht lieben: eilen wir trotzdem! Es gibt keinen Grund, hier stehen zu bleiben; denn du findest in der Welt nichts, was du lieben könntest. Denn gerade die Liebe zu den Eltern, Gatten, Kindern, zum Vermögen ist es, die einigen entweder große Mühe bereitet hat oder große Furcht erzeugt: es gibt keinen Grund, hier stehen zu bleiben. Besser nämlich ist es, in Eile das Ewige anzustreben, als hier bleibend vom Untergang der Welt überrascht zu werden.

Quelle: Quodvultdeus: De symboloc. I. In: Patrologis Latina 40, Sp. 651f; eigene Übersetzung
Quodvultdeus: De cantico novo c. 2. In: Patrologis Latina 40, Sp. 679f; eigene Übersetzung

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

  Quodvultdeus' Brief an Augustinus über die Häretiker gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.10.2019

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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