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Ökumenisches Heiligenlexikon

Radulph von Verona

auch: Radolt

Gedenktag katholisch: 13. September

Name bedeutet: Rat und Wolf (althochdt.)

Bischof von Verona, Klostergründer
* um 770 im Alemannischen in Deutschland
† 13. September 846/847 in Radolfzell am Bodensee in Deutschland


Radulph stammte aus alemannischem Hochadel und wurde im Kloster auf der Bodenseeinsel Reichenau erzogen. 799 wurde er Bischof von Verona. 826 gründete er in seiner alemannischen Heimat am Bodensee eine Klosterzelle, aus der später das nach ihm benannte Radolfzell wuchs. 830 brachte er Reliquien von Markus und Synesius von Rom ins Kloster auf der Reichenau und in sein Kloster in Radolfzell Reliquien seines Amtsvorgängers Zeno sowie der Märtyrer Synesius und Theopompus. 840 trat er von seinem Bischofsamt zurück und verbrachte die letzten Jahre in seinem Kloster.

Radulphs Sarkophag, 1538, im Münster in Radolfzell
Radulphs Sarkophag, 1538, im Münster in Radolfzell

Radulph wurde in seinem Kloster bestattet, sein Sarg befindet sich heute im Münster in Radolfzell.

930 entstand die Legende von der Überführung der Markus-Reliquien auf die Reichenau, sie enthält auch die Erzählung von der Gründung des Klosters Radolfzell.

Kanonisation: Radulph wurde 1300 heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.10.2019

Quellen:
• Christof Stadler: Radolfzell - Münster Unserer Lieben Frau. Kunstverlag Peda, Passau 2008
• http://de.wikipedia.org/wiki/Radolfzell_am_Bodensee#Geschichte

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.