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Ökumenisches Heiligenlexikon

Romanos Melodos

deutscher Beiname: der Sänger

Gedenktag katholisch: 1. Oktober

Gedenktag orthodox: 1. Oktober

Gedenktag armenisch: 4. Oktober
liturgische Feier am 2. Samstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag

Name bedeutet: der Römer (griech.)

Diakon, Dichter
* um 485 in Emesa, heute Hims in Syrien
† zwischen 555 und 562 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


Romanos, Sohn christlicher Eltern mit wohl jüdischer Abstammung, erhielt in Berytos - dem heutigen Beirut - eine juristische Ausbildung, wurde dann dort um 510 zum Diakon geweiht und wirkte an der Auferstehungskirche. Zur Zeit des Kaisers Anastasios I. kam er nach Konstantinopel und wirkte als KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. an der Marienkirche in der Kyros-Stiftung, später vielleicht auch an der Hagia Sophia; möglicherweise war er auch als Vorsänger am Kaiserhof tätig. Die Legende berichtet, dass er neben der Maria geweihten Kirche wohnte; diese sei ihm am Abend der Geburt Christi im Traum erscheinen, habe ihm ein Papyrusblatt gereicht und befohlen, dieses zu verschlingen. Nachdem er das getan hatte, erwachte er, bestieg den Ambon und begann zu singen. Romanos wurde daraufhin bekannt.

Romanos wurde der überragende Vertreter des Kontakions, der Hymnen mit rhythmischen Strophen, die der Verkündigung dienen. Seine Hymnen sind in besonderer Weise lebendig, mit Liebe zum Detail und bildreicher Sprache, oft mit Dialogen und Antithesen und oft geprägt von der Form der Hymnen des Alten TestamentsWir verwenden den Begriff Altes Testament, wissend um seine Problematik, weil er gebräuchlich ist. Die hebräische Bibel, der „Tanach” - Akronym für „Torah” (Gesetz, die fünf Bücher Mose), „Nevi'im” (Propheten) und „Kethuvim” (Schriften) - hat aber natürlich ihre unwiderrufbare Bedeutung und Würde.. Ihm werden etwa tausend Hymnen auf die Feste des Kirchenjahrs und auf die Gedenktage von Heiligen zugeschrieben. Etwa 90 ihm zugeordnete Hymnen sind erhalten, davon gelten 60 als authentisch. Ein Epigramm beschreibt Romanos, wohl kurz nach seinem Tod: Der Teil hat am Chor der Engel im Himmel/singt auch auf Erden jene (himmlischen) Melodien!

Romanos im Diakonsgewand - vor der Ikonostase, der Bilderwand, einen Hymnus vortragend
Romanos im Diakonsgewand - vor der Ikonostase, der Bilderwand, einen Hymnus vortragend

Catholic Encyclopedia
Catholic Encyclopedia (2)

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Miniatur: Romanos, schlafend; Maria steht hinter ihm und hält ihm eine verschnürte Schriftrolle an den Mund, auf dass er diese verschlinge. Ende des 10. Jahrhunderts, aus dem 'Menologion' des byzantinischen Kaisers Basileios II., heute im Vatikan
Miniatur: Romanos, schlafend; Maria steht hinter ihm und hält ihm eine verschnürte Schriftrolle an den Mund, auf dass er diese verschlinge. Ende des 10. Jahrhunderts, aus dem Menologion des byzantinischen Kaisers Basileios II., heute im Vatikan




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Informationen und die Bilder: Dank an Maria H. Duffner
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999