Ökumenisches Heiligenlexikon

Terentianus von Todi

italienischer Name: Terenziano

Gedenktag katholisch: 1. September

Name bedeutet: aus der römischen Familie Ternetius stammend (latein.)

Bischof von Todi, Märtyrer
* 55
1. September 138 (?) in Todi in Italien


Terentianus wurde der Überlieferung zufolge in hohem Alter Bischof von Todi. Der Prokonsul Leziano beschuldigte ihn - angestiftet von Flaccus, einem Priester des Jupitertempels - der Ausübung magischer Künste. Terentianus wurde festgenommen und Foltern ausgesetzt, aber er verleugnete seinen Glauben nicht. Deshalb wurde ihm die Zunge herausgeschnitten; aber nur der Prokonsul wurde dann stumm und starb kurz darauf. Sein Nachfolger stellte Terentianus - und dazu auch den Diakon Flaccus, den Terentianus inzwischen zum Glauben bekehrt und getauft hatte - zur Zeit von Kaiser Hadrian wieder vor Gericht und beide wurden verurteilt und enthauptet.

Die fromme Frau Laurentia und der Priester Exuperanus bestatteten nach einer Traumvision die Leichen von Terentianus und Flaccus an einem Ort namens Colonia vor der Stadt - an der Stelle der heute ihm geweihten Kirche San Terenziano im nach Terentius benannten San Terenziano, einem Ortsteil von Gualdo Cattaneo.

Tatsächlich war Terentianus wohl im 4. Jahrhundert der erste Bischof von Todi; die Legende wurde vordatiert, um dem Bistum Todi ein ehrwürdigeres Alter zu geben.

Die erste Leidensgeschichte über Terentianus entstand im 6. Jahrhundert. 1260 wurden seine Gebeine nach Capricana gebracht, wo ihm auch eine im 16. Jahrhundert erbaute Kirche geweiht wurde.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.09.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://it.wikipedia.org/wiki/Diocesi_di_Orvieto-Todi#Vescovi_di_Todi - abgerufen am 01.09.2022
• https://it.wikipedia.org/wiki/Terenziano_di_Todi - abgerufen am 01.09.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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