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Ökumenisches Heiligenlexikon

Dokumente zu Florian


Ob das heutige Zeiselmauer das römische Cannabiaca oder Asturis (Astura) gewesen ist, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Archäologische Grabungen in den Jahren 1969/70, 1971 - 1976 und 1981 durch das österreichische Bundesdenkmalamt unter der Leitung von Prof. Dr. Hansjörg Ubl haben ergeben, dass Zeiselmauer das gesuchte Asturis ist.

Der mittelalterliche Ortskern von Zeiselmauer wird heute noch von den Resten eines römischen Befestigungssystems umschlossen, dessen Anlagen sich am besten in drei Ecktürmen und einem Mittelturm an der Ostseite erhalten haben. Bei diesen römischen Mauern handelt es sich um die größte Anlage eines Kastells am Donau-Limes, die Mauerreste sind bis zu acht Meter hoch und zählen zu den besterhaltenen oberirdischen römischen Zeugnissen in Österreich.

Plan des Ortskerns von Zeiselmauer mit den Funden und der Rekonstruktion des römischen Kastells nach Prof. Dr. Hansjörg Ubl
Plan des Ortskerns von Zeiselmauer mit den Funden und der Rekonstruktion des römischen Kastells nach Prof. Dr. Hansjörg Ubl

Die bisher letzten römischen Funde wurden im Jahr 1981 unter der Pfarrkirche Maria Empfängnis entdeckt. Bei einer Fußboden-Renovierung nützte das Bundesdenkmalsamt die Gelegenheit zu einer Grabung und entdeckte 1,5 Meter unter dem Erdniveau den Estrich eines römischen Baues aus dem 3./4. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um Teile der Principia mit dem Fahnenheiligtum, das vermutlich in der Spätantike zu einem christlichen Kultraum umgewandelt wurde.

Andere Wissenschaftler nehmen an, dass das heutige Zwentendorf in Niederösterreich das römische Asturis gewesen ist.

Florian im 'Echternacher Codex' aus der Mitte des 10. Jahrhunderts, in der Nationalbibliothek in Paris
Florian im Echternacher Codex aus der Mitte des 10. Jahrhunderts, in der Nationalbibliothek in Paris, Lat. 10837, fol 14 r.

Florian im Berner Codex
Florian im Berner Codex

Das Hauptwerk einer Handschriftengruppe bringt die Nachricht vom Sterben des Florian. Es enthält die Angabe, der Heilige sei von der Brücke hinabgestoßen worden, dabei seien ihm die Augen gebrochen: oculis crepantibus praecipitatum. Daraus dürfte dann die Meinung entstanden sein, dem Henker seien zur Strafe die Augen gebrochen. Es werden in diesem Codex Ausdrücke aus der Römerzeit verwendet, die ein Autor des 8. Jahrhunderts nicht mehr wissen konnte: Noricum Ripense, Ufer-Norikum, oder: Exprincipe officii praesidis, die damalige Bezeichnung für einen pensionierten Amtsvorsteher.

Literatur:
• Helmut Bouzek: Wien und seine Feuerwehr. Geschichte und Gegenwart
• Helmut Bouzek: St. Florian - Schutzheiliger der Feuerwehren in: Notruf 122, 3/1990 und in: Brandschutz 5/1992
• Karl Gutkas (Hrsg.): Landeschronik Niederösterreich
• Michael Grant: Die römischen Kaiser
• Rudolf Lehr (Hrsg.): Landeschronik Oberösterreich
• Willibrord Neumüller: Sie gaben Zeugnis. Lorch, Stätte des hl. Florian und seiner Gefährten
• Wilhelm Neuwirth: Der heilige Florian
• Peter Pleyel: Das römische Österreich
• Karl Rokoschoski: Der Schutzpatron Sankt Florian
• Florian Tenner: Der heilige Florian
• Friederike Tschochner (unter Mitarbeit von Matthias Exner): Heiliger Sankt Florian

Dank an Prof. Helmut Bouzek aus Wien XIII, E-Mail vom 21. Februar


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Autor: Prof. Helmut Bouzek - zuletzt aktualisiert am 09.09.2016
korrekt zitieren:
Prof. Helmut Bouzek: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.