Ökumenisches Heiligenlexikon

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16. August

1. † Heute gedenkt die Kirche des heiligen Königs Stephan I., István von Ungarn, der am Dienstag, dem 15. August 1038/7 in Alba Regali, Stuhlweißenburg, Székesfehérvar entschlafen ist; sein Vater Géza war vom Bischof Pilgrim von Passau bekehrt worden; getauft wurde Vajk auf den Namen Stephanus, vielleicht von einem Priester des Bischofs Pilgrim von Passau (21. Mai 991/-), vielleicht auch von Pilgrim selber; gefirmt hat ihn der heilige Bischof Adalbert von Prag (23. April 997/2); verheiratet mit der Schwester des Kaisers Heinrich II. (13. Juli 1024/1), der heiligen Gisela (7. Mai 1060/5, in Passau, Kloster Niedernburg), beider Sohn war der heilige Emerich (4. November 1031/8). Er trat 997 die Regierung an, nach dem Tod seines Vaters; die Königskrone übersandte ihm Papst Silvester II. († 1003), gekrönt wurde er am Weihnachtstag, dem 25. Dezember 1000, nachdem er zum ersten König von Ungarn gesalbt worden war. Er gründete in seiner Residenz das Erzbistum Gran, Esztergom, dazu ein zweites Erzbistum in Kalocsa; außerdem gründete er acht Bistümer, nämlich Csabád; Eger; Großwardein, Oradea, heute in Rumänien; Pécs, Fünfkirchen; Raab, Györ; Alba Julia, Karlsburg; Veszprém und Waizen; der von ihm geordneten kirchlichen Struktur passte er die staatliche an. Er gründete auch Klöster. Er vollendete seine irdische Pilgerfahrt zum Himmel am Tag Mariä Aufnahme in den Himmel, am Freitag dem 15. August 1038 (15. August/7), in Alba Regali, Stuhlweißenburg, Székesfehérvár, in Siebenbürgen, Ungarn und liegt dort begraben in der von ihm gestifteten Basilika; sein Nachfolger Ladislas I. (30. Juni 1095/7) hat seine Reliquien dort 1083 erhoben, was damals einer Heiligerklärung gleich kam.

2. † an einem 16. August um 358, entschlief im Gebet zu Gott, in der Stadt Nikomedien, Izmit, der heilige Arsacius, der, nachdem er vor dem Kaiser Licinius seinen christlichen Glauben bekannt hatte, seinen Militärdienst aufgegeben hat und bei Nikomedien ein Einsiedlerleben begann; er sagte der Stadt ihren Untergang voraus.

3. † an einem 16. August im 4. Jahrhundert entschlief der heilige Bischof Theodor, Theodul, der erste Bischof von Octodurum, Martigny, Martinach. Er folgte dem Vorbild des heiligen Ambrosius (4. April 397/3) und verteidigte sein Volk gegen den Arianismus. Er ehrte die Reliquien des hl. Mauritius und seiner Gefährten von der thebäischen Legion (22. September um 302/2), in Agaunum, Saint-Maurice. Im 6. Jahrhundert wurde der Bischofssitz von Martigny nach Sion, Sitten, im Wallis, verlegt und die Reliquien des heiligen Theodor mit übertragen.

4. † an einem 16. August um 570 entschlief in der Bretagne, der heilige Einsiedler Armagil, Saint Armel, 88 J., ein gebürtiger Ire; zuerst war er Einsiedler bei Quimper, dann ließ er sich nieder und gründete ein Kloster bei Léon in Plouarzel. Er war 6 Jahre in Paris Berater des Königs Childebert, als glühender Verteidiger der Gerechtigkeit gegen die Todesstrafe. Aufgrund von Intrigen vom Hof vertrieben, ließ er sich nieder südlich von Reims, bei Ploermel.

5. † an einem 16. August um 650, entschlief in der Nähe von Le Mans, der heilige Mönch Frambald, der sein Einsiedlerleben mit dem Zönobitenleben, Zusammenleben von Einsiedlern nahe beieinander, vereint hat.

6. † am Freitag, dem 16. August 1129, entschlief in Fontefrault, im Wald bei Rennes in der Bretagne, der selige Priester Radulph von Fusteia, de la Futaye, Benediktinermönch in Saint-Jouin-de-Marne, der 1092 Gründer des Doppel-Klosters Saint-Sulpice in Rennes war.

7. † am Sonntag, dem 16. August 1243, entschlief in Frieden in seiner engen Grotte in Subiaco, der selige Einsiedler Lorenzo Loricato, der ungewollt einen Totschlag begangen hatte und den Fehler durch ein überaus strenges Büßerleben ausgleichen wollte.

8. † an einem 16. August um 1379, entschlief der heilige Rochus, Roch, Rocco, etwa 79 J., geboren in einer reichen Familie in Montpellier, in Languedoc. Als junger Mann verlor er seine Eltern und entschloss sich zu einem Pilgerleben. Er verteilte die eine Hälfte seines Vermögens an die Armen und übergab die andere Hälfte seinem Onkel in Verwahr, damit er notfalls darauf zurückgreifen könnte. Unterwegs nach Rom pflegte er viele Pestkranke, auf der Rückreise wurde er Piacenza selber angesteckt, aber überlebte, weil ein Hund ihm täglich ein Brot brachte. In seine Heimat zurückgekehrt, kam er dort in einen Bürgerkrieg, wurde als Spion verhaftet, eingekerkert und vergessen. Nach fünf Jahren starb er im Kerker. Seine Großmutter konnte ihn identifizieren. Verehrt wird er vor allem in der Lombardei, weil dort seine Pflege der Pestkranken nicht vergessen ist; es gibt dort etwa 20 Orte, die seinen Namen tragen. Seine Reliquien wurden aus Montpellier gestohlen und nach Venedig gebracht, wo sie hochverehrt bis heute ruhen. Verehrt wird er auch auf dem Rochusberg bei Bingen, in Flandern und in Lissabon.

9. † am Samstag, dem 16. August 1438, entschlief in Florenz, der selige Priester Angelo Agostino Mazzinghi, ein Karmelitermönch.

10. † am Donnerstag, dem 16. August 1618, wurde in Kyoti, in Japan, enthauptet der selige Priester und Märtyrer Juan de Santa Martha, 40 J., aus dem Minderbrüderorden, der nach 9 Jahren segensreicher Missionsarbeit in Japan und 3 Jahren Gefängnishaft, auf seinem Weg zur Hinrichtung noch gepredigt und den Psalm Laudate Dominum omnes gentes, Lobpreiset den Herrn alle Völker gesungen hat.
Siehe auch 10. September 11/8

11. † am Sonntag, dem 16. August 1620, wurden in Kokura in Japan zu Blutzeugen, die seligen Märtyrer , der Katechist Simon Bokusai Kyota, 60 J., und seine Ehefrau Magdalena, Thomas Gengoro, seine Ehefrau Maria und ihr kleiner erst 2 Jahre alter Sohn Jakob, die auf Befehl des Präfekten Yetsundo, aus Hass gegenüber dem Namen Christi, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt worden sind.
Siehe 10. September 11/28 - 32

12. † am Samstag, dem 16. August 1794, wurde auf dem Sklavenschiff Washington vor Rochefort, zugrundegerichtet der selige Priester und Märtyrer Jean-Baptiste Ménestrel, 46 J., Priester der Diözese Saint-Dié, der an Entbehrungen und Krankheiten gelitten und so sein Martyrium vollendet hat.
Siehe auch 27. August, 16/35.

13. † am Donnerstag, dem 16. August 1900, starb als Märtyrin im Dorf Fanjiazhuang bei Wujiao in der Provinz Hebei in China, die heilige Jungfrau Rosa Fan Hui, die im Boxeraufstand ganz mit Wunden durchbohrt, aber noch lebendig, in den Fluss geworfen worden ist.
Siehe auch 9. Juli, 1/118

14. † am Donnerstag, dm 16. August 1906, entschlief in Barcelona die selige Jungfrau Petra de San José, Ana Pérez Florido, 60 J., die Gründerin des Institutes der Madres de Desamparados, Mütter der Verlassenen.

15. † am Sonntag, dem 16. August 1936, wurde in La Plana, zwischen Denia und Jávea, aus Hass gegen Christus ermordet, der selige Priester und Märtyrer Plácido García Gilabert, 41 J., Ordensmann der Minderbrüder, Professor der Theologie und Studienleiter der spanischen Ordensprovinz.
Siehe auch 29. Dezember, 11/58

16. † am selben Sonntag, dem 16. August 1936, wurde im Dorf Benicasim bei Castelón ermordet, der selige Diakon und Märtyrer Enrique de Almanzora, Enrique García Beltran, 23 J., aus dem Kapuzinerorden.
Siehe auch 29. Dezember 11/59

17. † am selben Sonntag, dem 16. August 1936, wurde in La Coma, einem Außenbezirk von Picasent, Valencia, umgebracht der selige Märtyrer Gabriel Maria de Benifayó, José Maria Sanchis Mompó, 78 J., Bruder im Drittorden der Kapuziner von der Schmerzreichen Mutter, Capulati, von Luis Amigo Ferrer, ein tüchtiger Schreinermeister.
Siehe auch 29. Dezember, 11/60

Mainz, Fulda, Görlitz: Rochus 8
Essen, Hildesheim: Altfrid 15.August/6
Basel, Chur, Sankt-Gallen, Fribourg: Theodor 3; in Sitten / Sion, Hochfest, Bistumspatron


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 04.08.2016
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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