Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

25. April

1. † heute gedenkt die Kirche des heiligen Evangelisten Johannes Markus, der aus Jerusalem stammte (Apg 12,12), in dessen Mutter Haus die Christen sich versammelten, der Begleiter seines Onkels Barnabas und des heiligen Paulus (Apg 12, 25; 13, 5. 13; 15, 39; Kol 4, 10; 2. Tim 4, 11; Philemon 24), später Begleiter des heiligen Petrus in Rom, mein Sohn genannt (1. Petr 5, 13), nach der Überlieferung des Petrus Sekretär und Übersetzer, der Verfasser des Markusevangeliums, das die Predigt des Petrus enthält, schließlich Bischof von Alexandria in Ägypten und dort Märtyrer um das Jahr 67. Seine Reliquien kamen 828 von Alexandria nach Venedig und 830 seine Hirnschale durch den Bischof Ratold von Verona auf die Klosterinsel Reichenau.

2. † heute gedenkt die Kirche in Alexandria, des dort im achten Jahr des Nero, 67, entschlafenen heiligen Bischofs Anianus, des Nachfolgers des heiligen Markus, der 22 Jahre dort Bischof war, wie der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea berichtet. Diese 22 Jahre wären nur erklärbar, wenn Markus, ähnlich wie das von Petrus angenommen wird, wegen seiner vielen Abwesenheit von der Bischofsstadt, einen Hilfsbischof, Linus dort, hier Anianus, hatte, dessen Jahre parallel gezählt wurden. Eine Überlieferung erzählt, er sei Schuster gewesen und habe, beim Flicken der Sandalen des heiligen Markus, als Quasi-Fluch laut ausgerufen Beim Großen Gott vom Himmel!, daraufhin habe der Bischof ihn katechesiert und den Glaubenden getauft; der Erstgetaufte der Stadt sei dann auch sein erster Nachfolger als Bischof geworden.

3. † am Samstag, dem 25. April 302, wurden in Dorostorum, Dristra, enthauptet, die heiligen Märtyrer Pasicrates und Valention, die, bei ihrem Glaubensbekenntnis zu Christus als dem einzigen Gott, ihren Nacken dem Henker tapfer hinhielten.

4. † an einem 25. April nach 392, entschlief in Agen, im Aquitaine, der heilige Bischof Phoebadius, Saint Phébade, der erste Bischof von Agen, der ein Buch gegen den Arianismus geschrieben hat und seine Herde vor der Ansteckung durch diese Irrlehre bewahrt hat. Er war befreundet mit dem heiligen Hilarius (13. Januar 367/1) und dem heiligen Ambrosius (4. April 397/3); der heilige Hieronymus (30. September 420/1) nennt ihn unter De viris illustribus, von berühmten Männern.

5. † am Mittwoch, dem 25. April 479, wurde in Antiochia, Antakya, im Fluss Orontes ertränkt, der heilige Bischof und Märtyrer Stephanos, der von den Häretikern, die das Konzil von Chalkedon nicht anerkannten, viel zu leiden hatte und, zur Zeit des Kaisers Zenon, kopfüber in den Fluss gestürzt worden ist.

6. † an einem 25. April im 7. Jahrhundert entschlief in Vienne, in Burgund, der heilige Bischof b.

7. † am Donnerstag, dem 25. April 737, entschlief in Laon, der heilige Abt und Bischof Ermin, der seine Studien an der bischöflichen Schule von Laon mit Auszeichnung beendete, dann in die Abtei Lobbes eintrat, der Nachfolger des heiligen Ursmar (18. April 713/5) als dritter Abtbischof wurde, der größten Wert legte auf das Gebet und begabt war mit dem Geist der Prophezeiung. Gründerabtbischof war der heilige Landelin (15. Juni 686/5); Nachfolger und letzter Abt der auch Bischof war, der heilige Theodulf (24. Juni 776/6).

8. † am Mittwoch, dem 25. April 1218, entschlief in Placentino in der Emilia, die heilige Äbtissin Franca, eine Zisterzienserin, die ihre Nächte im Gebet zu durchwachen pflegte.

9. † am Samstag, dem 25. April 1243, entschlief in Aosta, der selige Bischof Bonifacio Valperga, ein Mann ausgezeichneter Liebe und Demut.

10. † am Freitag, dem 25. April 1586, wurden am Strand auf der Insel Wight gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt
• der selige Priester und Märtyrer Robert Anderton, 26 J., geboren in Lanchashire, der in Oxford studierte, seine Studien auf dem Festland fortsetzte, dort konvertierte, ins Seminar nach Reims ging und dort William Marsden kennenlernte, mit dem zusammen er von da ab im Leben und Sterben verbunden blieb; nach beider Priesterweihe 1580 gerieten sie auf der Heimfahrt im Ärmelkanal in einen Sturm, strandeten auf der InselWight, also englischem Boden, und wurden sofort als Priester erkannt und vom Gericht zum Tode verurteilt; sie legten Widerspruch ein, denn sie seien nur durch den Sturm gezwungen worden auf englischem Boden zu landen; der Prozess wurde tatsächlich wiederholt, aber verknüpft mit der Frage, ob sie bereit seien in geistlichen Angelegenheiten die Königin als zuständig anzuerkennen; da sie dies ablehnten, wurden sie verurteilt und auf englische Weise am Strand der englischen Insel umgebracht.
• der selige Priester und Märtyrer William Marsden, 26 J., gebürtig aus Lancashire, der seit der Zeit im Seminar in Reims Leben und Sterben mit Robert Anderton teilte. beide wurden seliggesprochen 1929.
Siehe auch 4. Januar, 10/31 - 32

11. † am Montag, dem 25. April 1667, entschlief in Antigua bei Guatemala-Stadt, der heilige Pedro de São José de Betancurt, 42 J., gebürtig von den Kanarischen Inseln, Bruder, Hermano, im Dritten Orden des heiligen Franziskus (4. Oktober 1226/1), der um 1655 eine Gemeinschaft gründete, die er der Schutzpatronin Maria, Unserer Lieben Frau von Bethlehem, anvertraute und Belemitas, Bethlehemiten nannte; ihr Ziel war an erster Stelle die Liebe zu Gott durch die Ordensgelübde, nach außen aber die Nächstenliebe gegenüber Waisen und Bettlern, Kranken, verwahrlosten und verlassenen Jugendlichen, zur Unterstützung von Pilgern und besonders um das Los von wie Sklaven sich abmühenden Menschen zu lindern. Unter seinem Nachfolger Rodrigo de la Cruz wurde 1668 der weibliche Zweig begonnen, der mit Hilfe der Schwester Maria Anna de Galdo 1688 gefestigt war. Beide sind 1820 von der spanischen Cortes aufgelöst worden, weil sie die Unabhängigkeit Guatemals von Spanien gefördert hatten. 1821 kam die Unabhängigkeit, aber die Klöster waren aufgelöst. Um 1860 erstanden die Bethlehemitinnen neu unter der seligen Maria Encarnaciòn Rosal (24. August 1886/10). Die Bethlehemiten starteten neu anlässlich der Heiligsprechung des Gründers, am 30. Juli 2002 in Guatemala-Stadt durch Papst Johannes-Paul II.

12. † am Freitag, dem 25. April 1913, entschlief im Dorf Remedello, auf dem Land bei Brescia, der selige Priester Giovanni Piamarta, 71 J., geboren in Brescia als Sohn eines Barbiers und einer Köchin, der 24-jährig die heilige Priesterweihe empfing und besonders begabt war für die Jugendseelsorge. Er versammelte sie zu einem Oratorio in Carzago Riviera, danach in Beddizole, und schließlich in Brescia in der großen Pfarrei San Alessandro. Er brachte besonders solche Jugendliche zusammen, die gefährdet waren durch ihre Armut, die Gefahren als Straßenkinder und die Aussichtslosigkeit in Industriegebieten. Nach drei Jahren als Pfarrer in Pavone della Mella, fand er seine eigentlichen Aufgaben in Brescia, wo er 1895 das Istituto di Arte e Mestieri, für Kunst und Handwerk und anschließend in Remedello die Colonia Agricola, für die Landwirtschaft, in Zusammenarbeit mit dem Priester Giovanni Bonsignori, gründete. Wo er Jugendliche auf die Anforderungen der neuen Zeit vorbereitete. Er sammelte um sich Priester und Laien, die als seine Mitarbeiter und über seinen Tod hinaus, das Werk weiterführen konnten und gründete so die Congregazione Religiosa della Sacra Famiglia di Nazareth. Gemeinsam mit der frommen Dame Elisa Baldo Foresti gründete er den weiblichen Zweig, die Congregazione Religiosa delle Umile Serve del Signore, demütige Dienerinnen des Herrn. Papst Johannes-Paul II. hat ihn am 12. Oktober 1997 seliggesprochen.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 25. April

Wikipedia: Artikel über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 25. April

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung



Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 13.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.






Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.