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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

13. Januar

1. † am Samstag, dem 13. Januar 367, entschlief in Poitiers der heilige Bischof und Kirchenlehrer Hilarius, Vergnügter, Saint Hilaire, der, als er Bischof in Poitiers in Aquitanien geworden war, gegen den zum Arianismus geneigten Kaiser Konstantius schriftlich für das Nikänische Glaubensbekenntnis an die Dreieinigkeit und an die Gottheit Christi kämpfte, wofür er vier Jahre Verbannung in Phrygien erlitten hat. Auch hat er hochberühmte Kommentare zu den Psalmen und zum Matthäusevangelium verfasst. Außerdem war er einer der ersten großen lateinischen Hymnendichter der Kirche; aber seine Hymnen haben sich nicht so durchgesetzt, wie die seines etwas jüngeren Zeitgenossen, des heiligen Ambrosius (4. April 397/3).

2. † am Donnerstag, dem 13. Januar 315, wurden in Sigidunum, nahe dem heutigen Belgrad, die heiligen Märtyrer Hermylios und Stratonikos, Ερμυλιος και Στρατωνικος, unter Kaiser Licinius, nach schweren Folterungen, in der Ister, Ιστρος, der Unteren Donau, ertränkt.

3. † am Dienstag, dem 13. Januar 330, entschlief in Trier, der heilige Bischof Agricius, Αγροικιος, von Trier. Der vierte Bischof von Trier hatte besonders gute Beziehungen zur Kaiserinmutter, der heiligen Helena (18. August um 329/4), die ihn möglicherweise aus Syrien an ihren Hof nach Trier geholt hat. Der heilige Maternus (14. September/4) nahm als Bischof von Trier 313 in Rom an der von Kaiser Konstantin einberufenen Lateransynode teil und unterschrieb unmittelbar nach dem Kaiser; im folgenden Jahr 314 nahm er an der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Arles teil, unterschrieb aber weit unten an 24. Stelle, als Bischof von Köln; weit über ihm stand die Unterschrift des Trierer Bischofs Agricius. Möglicherweise hatte Helena den Trierer Bischof Maternus in seiner römischen Abwesenheit ersetzt durch den ihr lieberen Agricius und den Rückkehrer nach Köln versetzt. Dem Agricius hat sie von ihrer Pilgerfahrt nach Jerusalem die große Reliquie, den Heiligen Rock Christi, mitgebracht, wohl auch die Reliquien des heiligen Apostels Matthias (14. Mai/1 und 24. Februar); ihm hat sie ihre Privat-Palastanlage überlassen, für den Bau der Trierer Doppelbasilika, der Kathedrale zur Ehren des heiligen Petrus und der Annexkirche zur Ehren Unserer Lieben Frau; Baubeginn war um 326, Weihe des ersten benutzbaren Teiles der Südkirche wohl 329 noch von Agricius. Der Nordbau wurde 380 von Kaiser Gratian zum Quadratbau ausgebaut. Am 1. Mai 1196 fand die feierliche Weihe der ganzen Anlage statt, seitdem wird dieser Tag alljährlich als Weihetag begangen. Bei den Ausgrabungen um 1960 wurden so viele Fragmente eines konstantinischen Deckengemäldes aufgefunden, dass dieses vollständig restauriert werden konnte, mit u. a. zwei großen Herrscherinnenporträts, möglicherweise von Helena und von Fausta (einer Gemahlin Konstantins). Agricius wurde nicht bei seinen drei Vorgängern, südlich der Stadt, sondern nördlich beigesetzt, auf einem römischen Gräberfeld. Wenig später wurde über seinem Grab eine Kirche zur Ehren des heiligen Johannes des Täufers (24. Juni/1) erbaut, die kurz danach, nach der Beisetzung des heiligen Trierer Bischofs Maximin (29. Mai um 346/2), wohl schon 352, nach diesem Sankt Maximin genannt wurde. 1936 wurde dort ein antiker Prachtsarkophag aufgefunden, mit (ergänzten) Darstellungen vom Guten Hirten, von Adam und Eva, sowie von den Drei Jünglingen im Feuerofen; er gilt als der Sarg des heiligen Agricius, oder vielleicht der des heiligen Maximin. Die Tunica Christi, der heilige Rock (vgl. Joh 19, 23), nach der Überlieferung von Kaiserinmutter Helena dem hl. Agricius geschenkt und im Westchor des ab etwa 326 anstelle des Kaiserinnenpalastes erbauten Domes verehrt, wurde am 1. Mai 1196 bei der Kirchweihe, von Erzbischof Johannes I. im Ostchor im neuen Hochaltar geborgen. Die öffentliche Zeigung fand erstmals 1512 im Beisein Kaiser Maximilians statt, ein Messformular gibt es seit 1516, ein Gedenkfest in Trier seit 1669 am Freitag nach dem Weißen Sonntag. Seit 1974 befindet er sich in einem Holzschrein, in der um 1700 eigens angelegten Heiligtumskammer, unter einem neuen Kristallzelt.

4. † am Donnerstag, dem 13. Januar 533, entschlief in Reims, der heilige Bischof Remigius, Saint Rémi, 96 J., und er wurde am selben Tag beigesetzt; nach ihm wurde die Stadt benannt: von Reims, Remigius, der Reimser. Geboren war er um 436 in Laon. Schon 21-jährig wurde er 458 zum Bischof geweiht. 482 gratulierte er Chlodwig I., Clovis, zu dessen Thronbesteigung. Wenig später heiratete dieser die katholische Prinzessin Chlothilde (3. Juni 544/4). Nachdem er in der Kathedrale von Reims, in der Weihnacht 496, den König Chlodwig I., Clovis, durch den Lebensquell der heiligen Taufe in die Sakramente des Glaubens eingeführt hatte, hat er das Volk der Franken zu Christus bekehrt.
Er gründete fünf neue Bistümer:
• Arras/Atrecht gab er den heiligen Bischof Vedastus, Sint Vaast (6. Februar um 540/6),
• seiner Heimatstadt Laon den heiligen Bischof Genebaudus († um 550),
• das Bistum Thérouanne/Terwaan wurde erst später richtig organisiert durch den heiligen Bischof Audomar, Saint Omer (
1. November, um 670/12),
• Cambrai, Kameryk, ebenfalls Vedastus erster Bischof, aber ebenfalls spätere Organisation erst durch den heiligen Bischof Gaugericus, Saint Géry (11. August, um 625/10),
• Tournay, Doornik gab er um 490 den heiligen Bischof Eleutherius (20. Februar, um 530/4).
514 leitete Remigius in Reims eine SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.. Nachdem er etwa 75 Jahre lang als Bischof gedient hatte, hat er sich, offen verehrt als Heiliger, aus diesem Erdenleben verabschiedet. An einem 1. Oktober wurden eine Reliquien übertragen in die Sankt-Christophorus- Kirche. Der heilige Gregor von Tours (17. November 594/7) berichtet, dass zu seiner Zeit bereits der 1. Oktober als Remigiustag gefeiert wurde. Derselbe Heilige schreibt, dass schon 546 Tours vor der aus Germanien drohend näher kommenden Pest bewahrt worden ist, nachdem, in einer großen Prozession um das ganze Stadtgebiet herum, eine Tuchreliquie vom Grab des heiligen Remigius getragen worden ist. Papst Leo IX. (19. April 1054/6) übertrug seine Reliquien 1049 in die von ihm neu konsekrierte Abteikirche Saint Rémi.

5. † am Sonntag, dem 13. Januar 603, entschlief in Glasgow, der heilige Abtbischof Kentigern, Mungo, etwa 85 J., er wurde um 540 der erste Bischof von Glasgow. Die ersten 13 Jahre lebte er in einer einsamen Zelle am Zusammenfluss von Clyde und Molendinar. 553 verschlechterte sich die Stimmung zuungunsten der Christen so, dass er sich vorübergehend nach Wales zurückzog, zu seinem Freund dem heiligen Bischof David von Menevia (1. März um 601/3), und in Llanelwy ein großes Mönchskloster gründete, dem er als seinen Nachfolger den heiligen Asaph (1. Mai um 598/10) als Abt gab, der dann auch Abtbischof der Stadt wurde. 573 siegte in einer Schlacht die christenfreundliche Partei in Cumbria und Kentigern kehrte in sein Bistum zurück, wohnte aber die ersten acht Jahre noch nicht wieder in Glasgow, sondern in Hoddam in Dumfriesshire. 581 kehrte er an seinen Bischofssitz Glasgow zurück. Dort erhielt er kurz darauf den Besuch des heiligen Columba (9. Juni um 597/6). Über dem Grab des heiligen Kentigern erstand die große Kathedrale; sein Grab wird in deren Krypta vermutet.

6. † Am Freitag, dem 13. Januar 713, vollendete sein ersehntes Martyrium, in Capitolias, Καπετωλιας, in Batanea, Basan, östlich vom See Genesareth, zwischen einerseits Hippos, Ιππος, Susita, oberhalb Ein-Gev, und Gadara, heute oben auf dem Golan in Richtung Damaskus, der heilige Märtyrer Petros, Πετρος, der vor dem Kalifen Walid I. von Damaskus (der 705 den Christen die Basilika Johannes des Täufers abgenommen und sie zur Omajjadenmoschee umgewandelt hatte - was sie bis heute geblieben ist) angeklagt wurde, die christliche Lehre als Wanderprediger öffentlich zu verbreiten; daraufhin wurde ihm zur Strafe die Zunge herausgeschnitten, dann Hände und Füße abgehackt, schließlich wurde er ans Kreuz geschlagen und vollendete so sein Blutzeugnis.

7. † am Mittwoch, dem 13. Januar 852, legten in Cordoba ihr Blutzeugnis ab, der heilige Priester und Märtyrer Gumesindus und der heilige Mönch und Märtyrer Servusdei. Beide wohnten in Cordoba auf von den Moslems toleriertem Kirchengelände, durften aber ihren Glauben nicht öffentlich bekennen. Vor den maurischen Fürsten und Richtern bekannten sie ihren Glauben offen und wurden deswegen hingerichtet.
Siehe 3. Juni, 9/15 - 16.

8. † am Donnerstag, dem 13. Januar 1127, entschlief im Kloster Ilbenstadt, der heilige Gottfried von Cappenberg, der auf seine Güter verzichtete, seine Burg in ein Kloster verwandelte und das Gewand der Prämonstratenser angenommen hat; so bemühte er sich, die weitere Zeit seines Erdenlebens, den Bedürftigen und den Kranken heilswirksam zu dienen.

9. † am Freitag, dem 13. Januar 1301, entschlief in Huy bei Lüttich, die selige Witwe Jutta, die sich beschäftigte mit der Pflege der Aussätzigen und in ihrer Mitte als Reklusin gelebt hat.

10. † am Freitag, dem 13. Januar 1497, entschlief in Mailand die selige Jungfrau Veronica Negroni de Binasco, die ins Kloster Santa Martha eingetreten, nach der Regel des heiligen Augustinus (28. August 430/1) lebte und zur höchsten Stufe der Kontemplation emporgestiegen ist.

11. † am Donnerstag, dem 13. Januar 1859, wurden in Nam Dinh in Tonkin zu Blutzeugen, die heiligen Märtyrer Daminh, Dominicus, Pham Trong An Kham, 79 J., Familienvater, sein Sohn Luca Pham Trong Viet Thin, Cai, 40 J., Ehemann, und Giuse, Joseph, Pham Trong, Cai, Ta, 61 J., Ehemann, die unter Kaiser Tu Duc lieber Folter und Tod auf sich nahmen, als auf das ihnen vorgelegte Kreuz zu treten.
Siehe 24. November, 1/81 - 83

12. † am Dienstag, dem 13. Januar 1942, erlag seinen Folterungen im Konzentrationslager Dachau, der selige Priester und Märtyrer Emil Szramek, 54 J., polnischer Nationalität, der in den Stürmen des Krieges von den kirchenfeindlichen Besatzungsgewalthabern in dieses Lager verschleppt worden ist, wegen seines Glaubens an und seiner Liebe zu Christus.
Siehe 28. Mai, 14/30

Münster und Mainz: Gottfried von Cappenberg: 8


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 10.06.2018
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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