Ökumenisches Heiligenlexikon

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18. April

1. † an einem 18. April im 1. Jahrhundert wurden in Melitene, damals in Arenien, heute Malatya, die heiligen Märtyrer Hermogenes und Elpidius Opfer von Christenfeinden.

2. † am Karsamstag, dem 18. April 341, wurde in Persien der Hals abgeschnitten, dem heiligen Märtyrer Pusicius, Púsai, der Oberaufseher der Kunsthandwerker am Hof des Schah Schâhpûr II. war, der noch am Vortag, dem Karfreitag, dem greisen heiligen Priester und Märtyrer Ananias Mut zugesprochen hat, weil er meinte, dieser zittere vor Angst, aber der zitterte nur vor Alter; ehrenvoll setzte er die noch lange Reihe der Märtyrer fort, die mit dem heiligen Bischof und Märtyrer Simeon, Symeon, begonnen hatte.
Siehe auch 17. April, 3/2

3. † am Samstag, dem 18.April 526, entschlief in Fano im Piceno, der heilige Bischof Eusebius, der den heiligen Papst und Märtyrer Johannes I. (18. Mai 526/1), vom König Theoderich nach Konstantinopel gechickt, begleitete und, bei der Rückkehr, mit diesem im Gefängnis des Königs gelandet war.

4. † am Samstag, dem 18. April 638, entschlief in Leighlin in Irland, der heilige Abt Lasrean, Molassius, der in Irland auf friedliche Weise die Feier des Osterfestes nach der römischen Ordnung durchgesetzt hat.

5. † am Dienstag, dem 18. April 713, entschlief im Kloster Lobbes, im Hennegau, der heilige Bischof und Abt Ursmar, Bär-Gleicher, zweiter Abtbischof des um 654 gegründeten Klosters, der die Ordensregel des heiligen Benedikt verbreitet hat und die Bevölkerung dem christlichen Glauben zugeführt hat.
Er starb als zweiter Abtbischof des 654 vom heiligen Landelin (15. Juni 686/5) gegründeten Kloster Lobbes, in der Nähe von Thuin und Binches, Diözese Lüttich. Er wurde in der Krypta der Abteikirche begraben. Sein Nachfolger war der heilige Ermin (25. April 737/7) und dessen Nachfolger der heilige Theodulf (24. Juni 776/6). Seine Reliquien wurden 1410 nach Binches in die nach ihm Saint-Ursmer genannte Kirche übertragen. 1794 in der französischen Revolution wurden sie verbrannt und das Kloster zerstört. Die Klosterkirche aus dem 11. Jahrhundert mit der uralten Krypta ist heute Pfarrkirche. Jedes Jahr um den 18. April wird noch heute dort die Reliquienprozession gehalten.

6. † an einem 18. April, Ende 8. Jahrhundert, entschlief in Konstantinopel, die heilige Jungfrau Anthusa, eine Tochter des Kaisers Konstantin Copronymos, die viele guten Werke tat, den Armen half, den Sklaven die Freilassung, Kirchen reparieren ließ, Klöster bauen und mit llem Nötigen ausstatten ließ, die aus der Hand des heiligen Bischofs Tarasios (18. Februar 806/3) den Jungfrauenschleier genommen hat.

7. † am Freitag, dem 18. April 860, entschlief auf der Insel Aegina, die heilige Witwe Athanasia, die, sechszehn Tage nach ihrer frühen Hochzeit, ihren jungen Mann verlor, als Piraten die Insel überfielen und ihn, der auf dem Feld arbeitete, ums Erdenleben brachten; sie musste einen jungen Heiden als zweiten Mann nehmen und bekehrte diesen zu Christus so gründlich, dass er ins Kloster gehen wollte; so trennten sich beide voneinander und für ihre Ganzhingabe an Gott; sie fing an als Einsiedlerin, dann sammelten sich gleichgesinnte Frauen um sie und, nach vier Jahren, wurde sie zur Higumen, Äbtissin, gewählt; berühmt wurde durch ihre Regel-Treue und ihre Tugenden.

8. † am Dienstag, dem 18. April 842, entschlief, ebenfalls auf der Insel Aegina, der heilige Mönch Johannes Isaurus, ein Schüler des heiligen Gregor Decapulitanus, Gregorios Dekapitolites (20. November 842/9), der, unter Kaiser Leon V. dem Armenier, tapfer für die Bilderverehrung eiferte.

9. † am Freitag, dem 17. April 850, wurde in Cordoba öffentlich enthauptet, der heilige Priester und Märtyrer Perfectus, der den Moslems ihre Lehre als falsch vorwarf und die Wahrheit des Christentus predigte, eingekerkert und schließlich, am Tag nach Ende des Ramadan-Monats, mit dem Schwerte hingerichtet wurde.
Siehe auch 3. Juni, 9/2

10. † am Dienstag, dem 18. April 1167, entschlief in Brügge, der selige Abt Idesbaldus, Idesbald van der Gracht, der, Witwer geworden, nachdem er 30 Jahre lang Ämter in der herzoglichen Verwaltung bekleidet hatte, reif durch sein Lebensalter, in das Kloster Dunense eingetreten ist und 12 Jahre dieses als Abt geleitet hat, er war der dritte Abt der Duinenabdij.

11. † am Sonntag, dem 18. April 1176, entschlief in Mailand, der heilige Erzbischof Galdinus, Gaudino; er hatte viel Arbeit mit dem Wiederaufbau der Stadt, die durch die Kriege, besonders die Niederlage 1162 gegen Friedrich Barbarossa und seinen Kanzler, den Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, schwere Zerstörungen erlitten hatte. Gleich nach einer Predigt gegen die Häretiker, gab er Gott seinen Geist zurück.

12. † am Sonntag, dem 18. April 1479, entschlief in Monreale in den Abruzzen, der selige Priester Andrea, aus dem Orden der Augustiner-Eremiten, der in Nord-Italien und Ost-Frankreich viel gepredigt hat.

13. † am Donnerstag, dem 18. April 1602, entschlief in Gandiá, einer Küstenstadt bei Valencia, der selige Bruder Andreas Hibernon aus dem Minderbrüderorden, dem als Jungen einmal von Räubern sein ganzer Besitz geraubt worden war und der seitdem die persönliche Armut auf bewundernswerte Weise pflegte.

14. † am Mittwoch, dem 18. April 1618, entschlief in Pontoise bei Paris, die selige Marie de l'Incarnation, Barbara, Barbe Avrillot, die, als Tochter eines Ratsherrn des Königs, den frommen jungen Finanzminister des Königs Pierre Acarie heiratete, mit dem sie sechs Kinder hatte; sie hatte Verbindung zu Vinzenz von Paul (27. September 1660/1) und Kardinal de Bérulle, sie war beteiligt an der Ausbreitung der Ursulinen und der Priester vom Oratorium, besonders aber vom Orden der Großen Theresia (15. Oktober 1582/1); sie die bewährte Familienmutter und Ehegattin voller Hingabe, hat die Karmelklöster der Unbeschuhten in Frankreich eingeführt; 1604 kamen die ersten Unbeschuhten Karmelitinnen nach Paris und, durch Madame Acarie, fünf weitere Klöster, in Pontoise, Dijon, Amiens, Tours und Rouen; bis sie schließlich, nach dem Tod ihres Mannes, selber noch Professe im Orden, im Haus in Pontoise, geworden ist.

15. † am Heiligen Karfreitag, dem 18. April 1794, wurde in Angers mit der Guillotine enthauptet, der selige Priester und Märtyrer Joseph Moreau, 31 J., der, 10-jährig Waise geworden, von seinem Onkel, der Pfarrer war, erzogen, selber Priester geworden, die beliebte Wallfahrtskapelle Saint-Laurent-de-la-Plaine, Sankt Laurentius in der Ebene, übernahm; er konnte sich lange versteckt betätigen, seine Kapelle haben die Revolutionäre zerstört. Schließlich wurde er doch aufgegriffen, verurteilt und hingerichtet, so unschuldig wie sein Meister am gleichen Tag.
Siehe auch 2. Januar, 14/97

16. † am Mittwoch, dem 18. April 1923, entschlief in Siena, die selige Jungfrau Savina Petrilli, die die Congragazione Sorelle dei Poveri di Santa Caterina da Siena, Armen Schwestern von der heiligen Katharina von Siena, gegründet hat, um bedürftigen und armen Mädchen Unterstützung in den notwendisten Angelegenheiten des Lebens zu geben.

17. † am Sonntag, dem 18. April 1943, wurde im Vernichtungslager Majdanek bei Lublin, zugrundegerichtet, der selige Priester und Märtyrer Roman Archutowski, 60 J., der von den kirchenfeindlichen Besatzern eingekerkert worden war und Hunger und Entbehrungen erlegen ist.
Siehe auch 28. Mai, 14/91


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 04.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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