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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

6. Juni

1. † am Mittwoch, dem 6. Juni 1134, entschlief in Magdeburg, der heilige Ordensgründer und Erzbischof Norbert von Xanten, von Magdeburg, 52 J., der als Subdiakon im Stiftskapitel an Sankt Viktor in Xanten ein munteres Leben führte. Als Rompilger, der Zeuge wurde, dass Kaiser Heinrich V. im Petersdom am Sonntag, dem 12. Februar 1111, als er gekrönt werden sollte, bei einem Tumult wegen des Investitur-Konkordats vom Vortag in Sutri, nach dem der Papst allein für die geistliche Ernennung der Bischöfe und der König allein für die weltlichen Angelegenheiten der neuen Bischöfe zuständig sein wollte, die Krönungszeremonie abgebrochen wurde, den Papst Paschalis II. und die Kardinäle gefangen nahm, bekehrte er sich und begann ein Einsiedlerleben als Büßer beim Kloster Sankt Michael in Siegburg bei Köln, unter der Leitung des seligen Abtes Konrad, Kuno (19. Mai 1132). Er wechselte kurz nach Xanten, zog dann ab 1117 als Bußprediger durch die Lande, versuchte in Laon das Stiftskapitel zu seiner strengen Lebensweise zu bekehren und, als dies misslang, zog sich zurück in das nahe einsame Tal von Prémontré bei Coucy, wo er 1120 sein erstes Kloster der Regularkanoniker von Prémontré gründete, im Jahr darauf schon das zweite in Floreffe bei Namur. 1124 kämpfte er in Antwerpen gegen die Ketzer und siegte glorreich, ein Sieg, den der Orden traditionell am 11. Juli noch heute feiert. 1126 wurde er zum Erzbischof von Magdeburg ernannt. 1128 legte er die Ordensleitung in die Hände seines Schülers, des seligen Hugo von Fosses (10. Februar 1163/9). Seine strenge, ganz der Vereinigung mit Gott und der Verkündigung des Evangeliums hingegeben Lebensführung, behielt er auch als Erzbischof bei und ist so in Magdeburg in Sachsen ein hervorragender Oberhirt geworden, indem er das christliche Leben dort reformiert und sich um die Glaubensverbreitung bei den in der Nähe lebenden Heiden bemüht hat. Sein Klerus war mit seiner Strenge gar nicht einverstanden, ja versuchte einmal ihn zu ermorden. 1131 begleitete er König Lothar III. nach Rom, um Papst Innozenz II. gegen die Partei des Gegenpapstes zu stützen, am 4. Juni 1133 konnte Lothar im Petersdom zum Kaiser gekrönt werden, aber als dieser die Stadt verließ, musste auch Innozenz wieder fliehen; in ganz Europa unterstützten die Prämonstratenser, Zisterzienser und Benediktiner kraftvoll den rechtmäßigen Papst, aber erst 1139 konnte das Schisma beendet werden. Inzwischen war Norbert schon fünf Jahre in de Ewigkeit. Er wurde 1582 heiliggesprochen. In der Reformationszeit wurden seine Reliquien 1627 übertragen nach Prag in die Sankt Ursula Kapelle des Strahov-Klosters.

2. † an einem 6. Juni wurden in Rom im 1. Jahrhundert, an der Via Aurelia am zweiten Meilenstein, die heiligen Märtyrer Artemius und Paulina mit dem Siegespreis der Blutzeugen gekrönt.

3. † an einem 6. Juni um 400, entschlief in der sketischen Wüste in Ägypten, der heilige Anachoret Bessarion, Passarion, der aus Liebe zu Gott ein Bettler und Pilger gewesen ist.

4. † an einem 6. Juni um 452, entschlief in Grenoble in Burgund, der heilige Bischof Ceratius, Saint Cerat, der Papst Leo dem Großen Dank bezeugt hat für dessen Briefe, die er an Flavian geschrieben hatte und der seine Herde unberührt von der Häresie des Arianismus bewahrt hat. Seine Reliquien wurden übertragen nach Eauze in der Gascogne.

5. † am Mittwoch, dem 6. Juni 518, entschlief in Mailand, der heilige Bischof Eustorgius II., berühmt durch seine Frömmigkeit, Gerechtigkeit und die Tugenden eines Oberhirten, der das berühmte Baptisterium an San Stefano gebaut hat.

6. † an einem 6. Juni, um 550, entschlief in Irland, der heilige Bischof Iarlathus.

7. † an einem 6. Juni, um 703, entschlief in Condat im Juragebirge, der heilige Abt und Bischof Claudius, Saint Claude, der zuerst Soldat war, dann Mönch und Abt des Klosters Condat, nach ihm Saint-Claude genannt, und schließlich als Bischof von Besançon bezeugt wird, der dieses Amt aber bald wieder abgab, um in der Einsamkeit seines Klosters für Gott ganz frei zu sein.

8. † am Samstag, dem 6. Juni 823, wurde auf dem Lande, bei Bologna in der Emilia-Romagna, überfallen und ermordet, der heilige Alexander, Bischof von Fiesole, der auf der Rückreise aus der Stadt Pavia, wo er seine Kirchengüter in Reno bei Kaiser Lothar, der auch König der Langobarden war, gegen widerrechtliche Inbesitznehmer erfolgreich verteidigt hatte, in den Fluss geworfen und ertränkt worden ist.

9. † am Samstag, dem 6. Juni 845, entschlief in Konstantinopel, der heilige Priester und Mönch Hilarion, der aus Kappadokien stammte, Hegúmen, Oberer, des so genannten Dalmatiosklosters, der wegen des Streites um die Verehrung der heiligen Ikonen, Kerkerhaft, Auspeitschungen und Verbannung unbesiegt durchlitten hat. Zuerst ließ der Kaiser ihn in Konstantinopel ins Gefängnis werfen, wo er in einer winzigen Zelle fast Hungers gestorben wäre, dann auf Bitten seiner Freunde, befreit und in ein fernes Kloster gesteckt, nach zwei Jahren zur Festungshaft verurteilt, wieder freigelassen auf eine Insel der Propontis verschleppt, dort ausgepeitscht und dann in die Wildnis entlassen, wo er sich eine kleine Zelle im Gebirge einrichten konnte; nach acht Jahren der Qualen konnte er schließlich, nach Ende des Bilderstreites, nach Konstantinopel in sein Kloster zurückkehren.

10. † an einem 6. Juni um 1010, entschlief auf den Orkney-Inseln vor Schottland, der heilige Bischof Colman.

11. † am Donnerstag, dem 6. Juni 1146, entschlief im Kloster Cavea in der Campagna, der selige Abt Falcon.

12. † am Freitag, dem 6. Juni 1152, entschlief in Clermond-Ferrand in der Auvergne, der heilige Gilbert, Prior aus dem Prämonstratenserorden, der zuerst Eremit gewesen ist, dann das Kloster und Hospital Neuffontaines in Allier erbaut hat.

13. † am Sonntag, dem 6. Juni 1350, wurde bei Spilimbergo in Udine im Venezianischen, überfallen und ermordet, der selige Bischof und Märtyrer Bertrand, Patriarch von Aquilea, der eifrig für eine gute Ausbildung seiner KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. gesorgt hat, der in Zeiten der Hungersnot die Armen auf seine eigenen Kosten ernährt hat, der die Rechte seiner Kirche tatkräftig verteidigt hat, schließlich als Neunzigjähriger durch Dolchstöße von gekauften Meuchelmördern tödlich verwundet.

14. † am Sonntag, dem 6. Juni 1535, entschlief in Ortone in den Abruzzen, der selige Priester Lorenzo di Villamagna aus dem Minderbrüderorden, der berühmt war durch seine Predigt des Wortes Gottes.

15. † am Mittwoch, dem 6. Juni 1537, wurde in London zugrundegerichtet,
der selige Märtyrer William Greenwood, Ordensbruder aus der Kartause der Stadt, der wegen der festen Treue, die er der Kirche gehalten hat, unter König Heinrich VIII., im Schmutz des Kerkers von Newgate, von Hunger und Krankheit verzehrt, sein Martyrium vollendet hat.
Siehe auch 19. Juni, 9/7

16. † am Samstag, dem 6. Juni 1840, entschlief bei der Stadt des heiligen Annemundus, Saint Aunemund, Saint Chaumond (28. September, um 658/10), der Erzbischof von Lyon gewesen und Märtyrer geworden ist, entschlief also in Hermitage nahe bei Saint-Chaumond, der heilige Priester Marcellin-Joseph-Bernard Champagnat, aus der Gesellschaft Mariens, der 1817 das Zweig-Institut der Maristen, nämlich die Maristen-Schulbrüder, die Petits Frères de Marie, Kleinen Brüder Mariens, zur christlichen Erziehung von Knaben, gegründet hat, um die Sittenverwilderung und Unwissenheit nach der Französischen Revolution zu bekämpfen.

17. † Freitag, dem 6. Juni 1862, wurden in der Großstadt Lyong My in Tonkin, lebendig verbrannt,
• der heilige Märtyrer Petrus, Phero Dông, 62 J.,
• der heilige Märtyrer Petrus, Phero Thuán, 60 J., beide Fischer, und
• der heilige Märtyrer Vinzenz, Vinhson Duong, 39 J., ein Bauer,
die, da sie das Kreuz mit Füßen zu treten beharrlich abgelehnt hatten, zum Flammentod verurteilt worden sind, unter dem Kaiser Tu Duc.
Siehe auch 24. November, 1/109 - 111

18. † am Montag, dem 6. Juni 1938, entschlief in Mexiko-Stadt, der seligen Bischof Rafael Guizar Valencia, Bischof von Vera Cruz in Mexiko, der in der Verfolgungszeit zwar Verbannter war, aber im Geheimen sein bischöfliches Amt tatkräftig ausgeübt hat.

19. † am Donnerstag, dem 6. Juni 1940, wurde im Konzentrationslager Sachsenhausen umgebracht, der selige Priester und Märtyrer Innocenty Guz, Józef Wojciech, aus dem Minderbrüderorden der Konventualen, ein Pole, der nachdem sein Vaterland militärisch besetzt worden war, von Leuten die die Gesinnung der Menschen prüften und die Gegner der Religion waren, ins Lager nach Deutschland verschleppt und vom Wachpersonal des Konzentrationslagers, wegen seiner Treue zu Christus, ermordet worden ist.
Siehe auch 28. Mai, 14/14

Magdeburg, Hochfest des heiligen Norbert: 1, auch Patron von Prag und Tschechien, außerdem von Antwerpen


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 05.06.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.