Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

10. Februar

1. † am Dienstag, dem 10. Februar 543, entschlief in ihrem Kloster in Piumarola, am Fuß des Berges von Montecassino, die heilige Jungfrau Scholastika, Gelehrige, die wohl Zwillingsschwester des heiligen Benedikt (21. März 547/5). Von Kindheit dem Herrn geweiht begann sie ihr Klosterleben bei Subiaco, zog aber später in die Nähe von Montecassino, in ein Kloster am Fuß des Berges, damit das einmal im Jahr gewohnte Tagestreffen mit ihrem Bruder, in einem kleinen Haus halbwegs beider Klöster, leichter möglich wurde; auch dieser Tag wurde vom gemeinsamen Gotteslob der Geschwister geprägt, dazwischen erfreuten sie einander in geistlichem Gespräch. Nur das letzte Treffen, drei Tage vor ihrem Tod, wurde um eine Nachtwache verlängert, da, gegen den Willen Benedikts, Scholastika von Gott erhört wurde, der zur geplanten Abschiedsstunde ein so heftiges Unwetter schickte, dass sie nicht hinausgewiesen werden konnte, wohl aber das geistliche Gespräch bis zum Morgengrauen fortgesetzt werden konnte. Sie wurde die Begründerin des Ordens der Benediktinerinnen. Sie starb und wurde von ihrem Bruder im für ihn selber vorbereiteten Grab auf Montecassino beigesetzt, wie der heilige Gregor der Große (12. März 604/6) in seinen Dialogen, II. 33, schreibt. Im 7. Jahrhundert wurden ihre Reliquien, mit denen ihres Bruders, aus den Ruinen von Montecassino nach Fleury und auch nach Le Mans übertragen und dort an einem 11. Juli beigesetzt.

2. † wohl an einem 10. Februar, um 203, wurden in Magnesia für Christus enthauptet, der heilige Märtyrer Charalampos, mit ihm der ihm zugedachte aber neu bekehrte Henker Porphyrios, außerdem ein plötzlich bekehrter Augenzeuge Doktos und drei Frauen, deren Namen nicht überliefert sind.

3. † am Freitag, dem 10. Februar 120, an der Via Labicana, am zehnten Meilenstein vor der Hauptstadt Rom, opferten für Christus ihr Leben, die heiligen Märtyrer Zotikus, Ζωτικος, Lebenslustiger, und Amantius.

4. † wohl an einem 10. Februar im 4. Jahrhundert, entschlief bei Tarracina in der Campagna, der heilige Bischof Silvanus, Waldmann, von Tarracina.

5. † an einem 10. Februar um 550, entschlief in Saintogne in der Aquitaine, der heilige Bischof Trojanus von Saintogne.

6. † am Freitag, dem 10. Februar 624, entschlief in Besançon, der heilige Bischof Prothadius von Besançon, Saint Prothade, ein gütiger Bischof, streng gegen sich selbst und milde gegenüber anderen.

7. † am Sonntag, dem 10. Februar 704, entschlief bei Rouen die heilige Jungfrau und Äbtissin Austreberta, in ihrem Kloster Pavilly, das kurz zuvor vom heiligen Bischof Audoenus, Saint Ouen, (24. August 684/3) und Abt Philibert (20. August um 684/4) gegründet worden war. Vorher war sie Benediktinerin in Abbeville geworden. Sie, Tochter der heiligen Framehildis (17. Mai 685), versöhnte sich mit ihr und ging ins von dieser ihrer Mutter für sie um 655 neu gegründete und geleitete Kloster Port-le-Grand, bei Amiens. Dann gründete sie in ihrem Elternhaus in Montreuil selber ein Kloster. Schließlich wurde sie um 662 Äbtissin von Pavilly.

8. † am Sonntag, dem 10. Februar 1157, entschlief in seiner Felsengrotte Malavalle, der heilige Priester und Eremit Guilielmo, Saint Guillaume, Wilhelm, ein aus Brabant gebürtiger Edelmann. Er führte eine lockeres Leben, wurde von den Eltern in eine Bäckerlehrstelle gesteckt um beschäftigt zu werden, entlief seinem Meister, strich als Vagabund umher, litt dann Hunger, wie der verlorene Sohn des Evangeliums (Lk 15, 11 - 32), bekehrte sich, diente eine Zeitlang in einem Kloster als Bäcker. Nach einer langen Pilgerreise nach Santiago, Rom und Jerusalem, wo er einige Jahre blieb, kehrte er zurück, bemühte sich vergebens, in der Toskana bestehende Eremitengruppen zu reformieren. So lebte er sein ideales Eremitenleben vorläufig allein. Seine Reliquien werden verehrt in Castiglione della Pescaia, Diözese Grosseto, bei Siena. Nach seinem Tod nannten sich die an seinem Grab sich ansiedelnden Eremiten Ordo Fratrum Eremitarum Sancti Guilielmi, Wilhelmitenorden.

9. † am Montag, dem 10. Februar 1164, entschlief im Kloster Prémontré, Fosses bei Namen, Namur, der selige Abt Hugo von Prémontré, Saint Hugues de Cambrai, einer der ersten Schüler des heiligen Norbert (6. Juni 1134/1), der ihn auf seinen Missionsreisen begleitete, schließlich, nach dessen Tod, 35 Jahre lang sein Nachfolger wurde in der Leitung des Prämonstratenserordens.

10. † am Freitag, dem 10. Februar 1346, entschlief in Rimini, die selige Witwe Clara von Rimini, Sainte Claire Argolante, die nach einer leichtsinnigen Lebensphase, ein Leben in strengster Anspruchslosigkeit, Fasten und Buße führte, und Gleichgesinnte um sich sammelte.

11. † am Montag, dem 10. Februar 1794, wurden bei der 8. Erschießung in Avrillé bei Angers erschossen,
• der selige Märtyrer Pierre Fremond, 40 J., ein Winzer, und fünf Gefährtinnen
• die selige Märtyrin Catherine du Verdier de la Sorinière, und ihre Schwester
• die selige Märtyrin Marie-Luise du Verdier de la Sorinière, Töchter der seligen Märtyrin Marie de la Dive (26. Januar 1794/7),
• die selige Märtyrin Louise Poirier, 37 J.,
• die selige Märtyrin Louise Bessay de la Voute, 72 J.,
• die selige Märtyrin Marie-Anne Hacher Du Bois, 28 J.
Siehe auch 2. Januar, 14/63 - 68

12. † am Sonntag, dem 10. Februar 1935, entschlief in Valverde del Camino, Huelva, Spanien, die selige Jungfrau Eusebia Palomino Yenes, 35 J., geboren in Cantalpino, Salamanca, aus einer armen frommen Bauernfamilie. 12-jährig ging sie mit ihrer älteren Schwester nach Salamanca und diente in Familien als Kindermädchen. Sonntagnachmittags ging sie zur Andacht in das Oratorium der Maria-Hilf-Schwestern, Hijas de Maria Auxiliadora, Ayuda de los Cristianos, Hermanas de Salesian. Als sie 21 J. alt war, bat sie die zur Visitation gekommene Schwester aus dem Generalat um Aufnahme, diese stimmte sofort zu und so konnte sie am 5. August 1922 ihr Noviziat beginnen und zwei Jahre später ihre Gelübde ablegen. Sie wurde nach Valverde del Camino, im Grubengebiet Andalusiens, geschickt und erwies sich als geschickte Helferin in allen im Haus zu leistenden Arbeiten; zusätzlich erfreute sie die kleinen Mädchen im Hause mit ihren spannenden Erzählungen, meist fromme Geschichten von Missionaren, von Don Bosco (31. Januar 1888/1), über Faustina Kowalska (5. Oktober 1938/19), von Grignion de Montfort (28. April 1716/2). Im Jahr 1932 begann sie unter schwerem Asthma zu leiden, aber auch unter Leidensvisionen. So schaute sie am 4. Oktober 1934 den Beginn der Kirchenverfolgung in Barcelona, lange im Voraus das Martyrium ihrer Mitschwester und Direktorin Carmen Moreno Benítez (6. Oktober 1936 / siehe 29. Dezember, 11/99). Schließlich vollendete sie ihre Leidenshingabe in ihrem Sterben. Sie wurde am 25. April 2004 seliggesprochen.

13. † am Mittwoch, dem 10. Februar 1960, wurde in Krasic bei Zagreb in Kroatien zugrundegerichtet, der selige Bischof und Märtyrer Aloysius, Alojizije Stepinac, der den glaubensfeindlichen und menschenfeindlichen Machthabern tapferen Widerstand leistete, daraufhin in langer Haft gequält wurde und schließlich an Hunger und Krankheit zugrunde gegangen ist.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 10. Februar

Wikipedia: Artikel über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 10. Februar

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung



        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!


Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 01.08.2016
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.