Anne Dubourg
auch: du Bourg
Gedenktag evangelisch: 23. Dezember
Name bedeutet: die Begnadete (hebr.)
Haus der Konsulein Riom, gebaut 1527
Anne Dubourg stammte aus einer der angesehensten Familien Frankreichs, sie waren Schatzmeister Frankreichs, Finanzbeamte
und Präsidentenberater. Anne wurde Professor für Zivilrecht in
Orléans. 1557 wurde er als geistlicher Rat in das im
Palais de la Cité in Paris tagende Parlament berufen,
empfing die Diakonatsweihe und beschäftigte sich nun intensiver mit theologischen Fragen. Dies brachte ihn in Nähe zu den
Hugenotten, die zu jener Zeit noch vom französischen Parlament geduldet wurden.
Ostern 1559 nahm er am Abendmahl der Hugenotten teil. Als im Juni 1559 das Parlament über
die Duldung der Reformierten abstimmen wollte, intervenierte König Heinrich II. und verlangte strengstes Vorgehen gegen die
reformatorische Bewegung; Dubourg verteidigte die Eigenständigkeit der Hugenotten und griff dabei auch das höfische Leben an.
Noch in der Sitzung wurde er gefangen genommen; der Bischof von
Paris, dessen Gerichtsbarkeit er als geistlicher Rat
unterstand, entzog ihm seine Ämter. Dubourg legte Berufung gegen dieses Urteil ein beim Erzbischof von
Sens, dann beim Erzbischof von
Lyon; eine Einsprache beim
Vatikan lehnte er ab, denn er wollte nichts mit dem Antichrist zu schaffen haben
.
In der Gefangenschaft erarbeitete Anne Dubourg ein Glaubensbekenntnis. Einflussreiche Persönlichkeiten setzten sich für ihn ein. Als aber der Kardinal von Lothringen erfuhr, dass Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz Dubourg als Professor an die Universität nach Heidelberg berufen wollte, drang er auf Beschleunigung des Prozesses. Das Parlament verurteilte ihn zum Tode; noch am selben Tag wurde er auf der Place Grève - der heutigen Place de l'Hôtel de Ville in Paris erhängt und verbrannt. Dubourg starb als der erste protestantische Märtyrer aus den höheren Ständen.
Heiligenlexikon
als USB-Stick oder als DVD
Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon
Seite zum Ausdruck optimiert
Unser Reise-Blog:
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.
Empfehlung an Freunde senden
Artikel kommentieren / Fehler melden
Fragen? - unsere FAQs antworten!
Impressum - Datenschutzerklärung
Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Eupilius von Como
Johannes Cochläus
Decronus Gefährten
Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 13.02.2026
Quellen:
• http://renaissance.mrugala.net/Renaissance%20en%20France/Renaissance%20en%20France.htm
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.